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Zitate verstehen: zitieren mehrere autoren leicht gemacht

Zitate verstehen: zitieren mehrere autoren leicht gemacht

Wenn Sie wissenschaftlich arbeiten, ist das korrekte Zitieren von Quellen mit mehreren Autor:innen das A und O. Es sichert nicht nur Ihre Arbeit ab, sondern zeigt auch, dass Sie die wissenschaftliche Praxis verstanden haben. Als Faustregel gilt: Bei zwei Autor:innen nennt man in der Regel beide, bei drei oder mehr kommt meist die Abkürzung „et al.“ (lateinisch für „und andere“) ins Spiel.

Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. Die genauen Regeln hängen stark vom Zitierstil ab – und davon, ob Sie die Quelle direkt im Text erwähnen oder im Literaturverzeichnis am Ende Ihrer Arbeit auflisten.

Die Grundlagen: Wann, wie und warum man mehrere Autor:innen zitiert

Jede gute wissenschaftliche Arbeit baut auf dem Wissen anderer auf. In vielen Fällen stammt dieses Wissen nicht von einer einzelnen Person, sondern aus der Zusammenarbeit eines ganzen Forschungsteams. Wenn Sie also eine Quelle mit mehreren Autor:innen zitieren, zollen Sie der gesamten Gruppe Respekt. Viel wichtiger aber: Sie machen die Quelle für Ihre Leserschaft eindeutig auffindbar.

Ein kleiner Fehler bei der Namensnennung kann schnell unprofessionell wirken oder im schlimmsten Fall sogar Zweifel an Ihrer Sorgfalt aufkommen lassen.

Der feine Unterschied: Zitat im Text vs. Eintrag im Literaturverzeichnis

Der entscheidende Punkt ist die Unterscheidung zwischen dem Verweis im Text und dem vollständigen Eintrag im Literaturverzeichnis.

Der Kurzbeleg im Text ist, wie der Name schon sagt, kurz und bündig. Er steht direkt hinter der zitierten Aussage und besteht meist nur aus den Nachnamen der Autor:innen, dem Jahr und der Seitenzahl. Sein Zweck ist es, den Lesefluss möglichst wenig zu unterbrechen und trotzdem klar zuzuordnen, woher die Information stammt.

Ganz anders der Eintrag im Literaturverzeichnis: Hier ist Vollständigkeit gefragt. Es werden (je nach Stil bis zu einer gewissen Anzahl) alle Autor:innen genannt, dazu der Titel, das Jahr und alle weiteren Details, die man braucht, um die Quelle zweifelsfrei zu finden.

Dieser Entscheidungsbaum veranschaulicht das Grundprinzip für den Textbeleg:

Entscheidungsbaum zur Zitierweise von Quellen mit 1-2 oder mehr Autoren im Text mit Nachname, Jahr, Seite.

Man sieht sofort: Die entscheidende Frage ist, ob eine Quelle von zwei Personen oder einer größeren Gruppe verfasst wurde. Das ist der erste Sortiermechanismus.

Die wichtigsten Zitierstile im direkten Vergleich

Um die Unterschiede greifbar zu machen, schauen wir uns die gängigsten Zitierstile einmal genauer an. Jeder Stil hat seine eigene Logik, wann und wie die Namen von Autor:innen zusammengefasst werden.

Ein roter Faden bei den Zitaten ist essenziell. Wer zwischen verschiedenen Regeln hin und her springt, wirkt schnell schlampig und untergräbt die Nachvollziehbarkeit der eigenen Arbeit.

Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die Kernregeln in APA 7, der Harvard-Zitierweise und der Deutschen Zitierweise. So sehen Sie auf einen Blick, wie unterschiedlich die Ansätze sind.

Zitierregeln für mehrere Autoren im Schnellüberblick

Zitierstil Zwei Autoren im Text Drei oder mehr Autoren im Text Eintrag im Literaturverzeichnis
APA 7 Immer beide Namen nennen (z. B. Schmidt & Meier, 2023) Immer nur erster Autor plus „et al.“ (z. B. Schmidt et al., 2023) Bis zu 20 Autoren vollständig auflisten
Harvard Oft beide Namen nennen (z. B. Schmidt/Meier 2023) Erster Autor plus „et al.“ oder „u. a.“ (z. B. Schmidt et al. 2023) Alle Autoren auflisten, oft mit Semikolon getrennt
Dt. Zitierweise Beide Namen in der Fußnote nennen Erster Autor plus „u. a.“ oder „et al.“ in der Fußnote Alle Autoren auflisten

Diese Übersicht ist Ihr Kompass für die detaillierten Anleitungen, die jetzt folgen. Mit diesem Grundgerüst im Kopf wird es Ihnen leichtfallen, die spezifischen Regeln für jeden Zitierstil souverän anzuwenden.

Praxisleitfaden: So zitieren Sie nach APA 7 mehrere Autor:innen

Gerade in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften kommt man am APA-Stil nicht vorbei – er ist oft der verbindliche Standard. Das Zitieren mehrerer Autor:innen folgt dabei zum Glück klaren und logischen Regeln. Hat man die einmal verinnerlicht, geht das wissenschaftliche Arbeiten gleich viel leichter von der Hand. Hier führe ich Sie Schritt für Schritt durch die aktuellen Vorgaben von APA 7.

Zwei Laptops und ein offenes Buch auf einem Holztisch, mit dem Text 'APA 7 Zitieren'.

Meine erste Anlaufstelle für knifflige Detailfragen ist immer die offizielle Webseite „APA Style“. Sie ist die verlässlichste Quelle und zeigt, warum es diese Regeln überhaupt gibt: um die wissenschaftliche Kommunikation weltweit zu vereinheitlichen und jede Quelle glasklar nachvollziehbar zu machen.

Was tun bei genau zwei Autor:innen?

Wenn eine Quelle von exakt zwei Personen stammt, ist die Sache denkbar einfach: Beide Namen werden immer genannt. Das gilt für jeden einzelnen Verweis im Text, egal, wie oft Sie die Quelle zitieren.

Bauen Sie die Autor:innen direkt in Ihren Satz ein, verbinden Sie die Namen mit einem „und“. Steht der Verweis hingegen in Klammern am Satzende, nutzen Sie das kaufmännische Und-Zeichen (&).

  • Verweis im Satz (narrativ): Schmidt und Meier (2023) betonen die Wichtigkeit der Methodik.
  • Verweis in Klammern: Die Methodik spielt eine entscheidende Rolle (Schmidt & Meier, 2023, S. 15).

Im Literaturverzeichnis tauchen dann beide Autor:innen auf, ebenfalls getrennt durch ein „&“-Zeichen:

Schmidt, A., & Meier, B. (2023). Titel des Werkes. Verlag.

Ab drei Autor:innen immer „et al.“ verwenden

Mit der Umstellung auf APA 7 ist das Zitieren von Werken mit drei oder mehr Verfasser:innen deutlich schlanker geworden. Die Regel ist hier noch unkomplizierter: Sie nennen schon beim allerersten Mal nur den Nachnamen der ersten Person, gefolgt von „et al.“.

Ein Tipp aus der Praxis: Das „al.“ in „et al.“ ist eine Abkürzung für das lateinische Wort „alii“ (und andere) und braucht deshalb immer einen Punkt am Ende. Es ist einer der häufigsten Fehler, diesen Punkt zu vergessen – achten Sie also gezielt darauf!

Diese Regel gilt ausnahmslos für jeden Verweis im Text. Das sorgt für ein sehr aufgeräumtes und einheitliches Schriftbild.

  • Verweis im Satz: Laut Bauer et al. (2021) sind die Ergebnisse eindeutig.
  • Verweis in Klammern: Die Studie bestätigt frühere Annahmen (Bauer et al., 2021).

Diese Vereinfachung spart nicht nur Platz im Text, sondern auch eine Menge Kopfzerbrechen, da Sie nicht mehr zwischen der ersten und den folgenden Nennungen unterscheiden müssen. Noch mehr Feinheiten zum APA-Stil finden Sie übrigens in unserem umfassenden Leitfaden zum Thema APA 7 zitieren wie ein Profi.

Die Regeln für das Literaturverzeichnis

Während im Text mit „et al.“ kräftig gekürzt wird, verlangt das Literaturverzeichnis nach mehr Genauigkeit. Hier unterscheiden die APA-Richtlinien zwei zentrale Fälle, wenn Sie mehrere Autor:innen angeben.

Fall 1: Quellen mit bis zu 20 Autor:innen

Hat Ihre Quelle zwei bis einschließlich zwanzig Verfasser:innen, müssen Sie alle Namen vollständig auflisten. Die Namen werden jeweils durch ein Komma getrennt, nur vor dem allerletzten Namen steht das vertraute „&“-Zeichen.

  • Beispiel für 4 Autor:innen:
    Müller, C., Schmidt, F., Weber, S., & Hoffmann, L. (2022). Titel des Werkes. Verlag.

Dieser Ansatz stellt sicher, dass jeder Beitrag zum Werk gewürdigt wird und die Quelle für andere Forschende exakt auffindbar bleibt.

Fall 2: Quellen mit 21 oder mehr Autor:innen

Für den eher seltenen Fall, dass eine Quelle mehr als 20 Autor:innen hat, gibt es eine spezielle Kürzungsregel. Sie ist ein Kompromiss, um das Literaturverzeichnis übersichtlich zu halten. So gehen Sie vor:

  1. Listen Sie die ersten 19 Autor:innen ganz normal mit Nachnamen und den Initialen der Vornamen auf.
  2. Setzen Sie nach der 19. Person drei Auslassungspunkte (...).
  3. Beenden Sie die Liste mit dem Namen der allerletzten Person auf der Autorenliste.
  • Beispiel für 22 Autor:innen:
    Bauer, A., Chen, B., Davis, C., El-Sayed, D., Fernandez, E., Gao, F., Hernandez, G., Ivanov, I., Jones, J., Kim, K., Lee, L., Martinez, M., Nguyen, N., O'Malley, P., Patel, Q., Rodriguez, R., Singh, S., Taylor, T., Usman, U., … Zhang, Z. (2020). Titel des Werkes. Verlag.

Diese Regelung ist besonders in den Naturwissenschaften relevant, wo Publikationen mit extrem langen Autorenlisten keine Seltenheit sind. Wenn Sie diese APA-7-Regeln konsequent anwenden, können Sie sicher sein, dass Ihre Arbeit den höchsten akademischen Standards genügt und Ihre Quellenangaben präzise, klar und fehlerfrei sind.

Harvard-Stil und Deutsche Zitierweise im Griff

Gerade im deutschsprachigen Raum sind die Harvard-Zitierweise und die klassische Deutsche Zitierweise mit Fußnoten die Platzhirsche. Beide sind recht flexibel, haben aber klare Regeln, wenn mehrere Autorinnen und Autoren ins Spiel kommen. Das sorgt oft für Verwirrung.

Der Hauptunterschied? Harvard arbeitet mit dem Autor-Jahr-System direkt im Text, während die Deutsche Zitierweise auf Fußnoten setzt. Das hat natürlich direkte Auswirkungen darauf, wie man mit zwei, drei oder sogar zwanzig Verfassern umgeht.

Ein Stift liegt auf einem Dokument mit Text, umgeben von Büchern. Im Vordergrund steht 'Harward & Deutsche Zitierweise'.

So funktioniert das Harvard-System

Im Harvard-Stil ist das Ziel, den Lesefluss so wenig wie möglich zu stören. Die Regeln für mehrere Autorinnen und Autoren sind daher ziemlich pragmatisch:

  • Bei zwei Autor:innen nennt man beide, meist getrennt durch einen Schrägstrich (z. B. Müller/Meier 2023).
  • Ab drei Autor:innen wird’s einfacher: Hier reicht der Nachname der ersten Person, gefolgt von et al. oder der deutschen Variante u. a.
  • Im Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit müssen dann aber alle Namen vollständig aufgelistet werden, in der Regel getrennt durch Semikola.
  • Wichtig: Die Seitenzahl steht immer direkt nach dem Jahr in der Klammer.

Dieses Vorgehen hält den Text schön sauber und verhindert überladene Klammer-Konstruktionen. So bleibt der rote Faden erhalten, ohne dass die Genauigkeit leidet.

Kurzbeispiele für den Harvard-Stil im Text

Hier ein paar typische Beispiele, wie das in der Praxis aussieht:

  1. Schmidt und Meier (2023, S. 45) argumentieren, dass …
  2. Dieser Effekt wurde bereits mehrfach bestätigt (Bauer et al. 2021, S. 78).
  3. Die Ergebnisse zeigen eine klare Korrelation (Müller/Schmidt 2022, S. 12).

Ein Tipp aus der Praxis: Achten Sie penibel auf eine einheitliche Schreibweise. Einmal „et al.“ und einmal „u.a.“ zu mischen, ist ein häufiger Fehler, der bei Betreuenden nicht gut ankommt.

Die Deutsche Zitierweise: Voll- und Kurzbelege in den Fußnoten

Bei der Deutschen Zitierweise läuft das Ganze über Fußnoten. Das erste Mal, wenn Sie eine Quelle zitieren, verwenden Sie einen Vollbeleg. Das bedeutet, Sie geben alle Informationen an: sämtliche Autorinnen und Autoren, Titel, Verlag, Jahr und Seitenzahl.

  • Beispiel für einen Vollbeleg:
    Müller, Claudia; Schmidt, Frank & Hoffmann, Lena: Titel des Werkes, Verlag, Jahr, S. 102.
  • Beispiel für einen Kurzbeleg:
    Müller u. a.: Titel des Werkes, S. 105.

Ab dem zweiten Zitat aus derselben Quelle reicht dann der Kurzbeleg. Das hält die Fußnoten schlank und übersichtlich.

Zitatstil Vollbeleg in der Fußnote Kurzbeleg in der Fußnote
Deutsche Zitierweise (3 Autor:innen) Müller, Schmidt & Hoffmann, Titel, S. 102. Müller u. a., Titel, S. 105.

Beispiele aus den Geisteswissenschaften

Gerade in Fächern wie der Literaturwissenschaft oder Geschichte arbeitet man oft mit Sammelbänden oder Werken, die von Herausgeberinnen und Herausgebern verantwortet werden. Hier zeigen sich die Stärken der Fußnotenmethode besonders gut.

  • Sammelband: Meier, Hans & Wagner, Rita (Hrsg.): Titel des Sammelbandes, Verlag, Jahr, S. 88.
  • Institution als Autor: Statistisches Bundesamt: Titel des Berichts, Herausgeber, Jahr, S. 23.

An solchen Beispielen merkt man schnell, wie man auch komplexere Quellenangaben souverän meistert. Für eine tiefergehende Anleitung zur Harvard-Methode haben wir übrigens einen umfassenden Leitfaden.

Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel Zitieren nach Harvard einfach erklärt.

Profi-Tipp: Legen Sie sich von Anfang an eine einfache Excel-Tabelle an. Spalten für Autor, Jahr, Titel und Seitenzahl helfen enorm, den Überblick zu behalten und Fehler zu vermeiden.

Praxistipps, die wirklich Zeit sparen

Effizientes Zitieren ist keine Magie, sondern eine Frage der richtigen Vorbereitung und der passenden Werkzeuge. Tools wie IntelliSchreiber können hier einen Riesenunterschied machen.

Anstatt alles mühsam von Hand einzutippen, können Sie Ihre Quellen einfach hochladen und die Zitate automatisch erstellen lassen.

  • Quelle hochladen: Ziehen Sie Ihre PDFs oder E-Books einfach per Drag-and-drop ins Tool.
  • Zitierstil wählen: Ein Klick genügt, um zwischen Harvard, Deutscher Zitierweise oder anderen Stilen zu wechseln.
  • Angaben prüfen: Das Tool fügt Seitenzahlen und andere Details automatisch ein – ein kurzer Abgleich reicht.

Unsere Erfahrung zeigt, dass Studierende so bis zu 50 % ihrer Zeit für die Formatierung sparen. Diese Zeit können Sie direkt in die inhaltliche Arbeit stecken.

Typische Stolpersteine und wie man sie umgeht

Es sind oft die kleinen Dinge, die am Ende für Punktabzug sorgen. Eine inkonsistente Verwendung von et al. und u. a. ist ein Klassiker. Genauso wie ein falsch gesetztes Komma oder ein fehlender Punkt am Ende der Fußnote.

Achten Sie auf diese häufigen Fehlerquellen:

  • Falsche Trennzeichen (Semikola statt Kommas im Literaturverzeichnis).
  • Fehlende Datumsangaben bei Online-Quellen.
  • Inkonsistente Satzzeichen am Ende von Fußnoten.

Der beste Weg, diese Fehler zu vermeiden? Eine sorgfältige Endkontrolle vor der Abgabe und einheitliche Formatvorlagen.

Häufige Fragen kurz beantwortet

  • Wer ist Erstautor? Die Person, die als Erstes genannt wird, hat in der Regel den größten Beitrag geleistet oder die Hauptverantwortung für die Publikation getragen.
  • Was ist mit Institutionen? Eine Institution (z. B. ein Ministerium oder ein Forschungsinstitut) wird wie eine einzelne Person behandelt.
  • Zwei Quellen, gleiches Team, gleiches Jahr? Kein Problem. Man unterscheidet sie durch Kleinbuchstaben direkt nach dem Jahr (z. B. Meier et al. 2023a, Meier et al. 2023b).
  • Sekundärzitate? Sollten die absolute Ausnahme sein. Wenn es nicht anders geht, müssen sie klar als „zitiert nach“ gekennzeichnet werden. Besser ist es immer, die Originalquelle zu finden.

Mit etwas Übung, den richtigen Werkzeugen und einem Blick für Details wird das Zitieren mehrerer Autorinnen und Autoren schnell zur Routine. Viel Erfolg bei Ihrer nächsten Arbeit

Häufige Fehler und knifflige Sonderfälle – so geht’s richtig

Gerade beim Zitieren von mehreren Autor:innen schleichen sich schnell kleine Fehler ein, die im schlimmsten Fall die ganze Quellenangabe unbrauchbar machen. Das wirkt nicht nur unprofessionell, sondern kann auch zu Punktabzug führen. Schauen wir uns die häufigsten Stolpersteine an und wie man sie elegant umschifft.

Junge Person korrigiert Dokument mit rotem Stift; Text 'TYPISCHE FEHLER' ist overlayed.

Wenn eine Institution der Autor ist

Manchmal ist der Autor keine Person, sondern eine Organisation oder Behörde, wie zum Beispiel das Statistische Bundesamt. In diesem Fall wird der vollständige Name der Institution an die Stelle des Autors gesetzt.

Falsch: Statistisches Bundesamt (2022). Bericht zur Wirtschaft. Springer.
Richtig: Statistisches Bundesamt. (2022). Bericht zur Wirtschaft. Springer.

Der Fehler liegt hier im Detail: Bei APA 7 wird nach dem Autor immer ein Punkt gesetzt, auch wenn es eine Institution ist.

Herausgeber in Sammelbänden korrekt aufführen

Ein Klassiker, der immer wieder für Verwirrung sorgt: Sammelbände. Hier zitierst du nicht das ganze Buch, sondern einen spezifischen Beitrag darin. Deshalb müssen sowohl der Autor des Kapitels als auch der Herausgeber des Sammelbandes genannt werden. Der Name des Herausgebers bekommt den Zusatz (Hrsg.) oder bei mehreren Herausgebern (Hrsg.).

So nicht: Kunze, L. (2021). Kapitel A in Müller, B. (Hrsg.), Titel des Sammelbandes. Verlag.
So geht’s richtig: Kunze, L. (2021). Titel des Kapitels. In B. Müller (Hrsg.), Titel des Sammelbandes (S. 23–45). Verlag.

Achte darauf, dass die Seitenzahlen des Kapitels angegeben werden – ein Detail, das oft vergessen wird.

Mehrere Werke desselben Teams aus einem Jahr

Was tun, wenn du zwei verschiedene Studien von Müller und Schulz aus dem Jahr 2023 zitierst? Damit man im Textverweis und im Literaturverzeichnis den Überblick behält, werden Kleinbuchstaben an die Jahreszahl angehängt.

  • Müller, A. & Schulz, B. (2023a). Methodik der Analyse. Verlag.
  • Müller, A. & Schulz, B. (2023b). Ergebnisse im Fokus. Verlag.

Diese Kennzeichnung (2023a, 2023b etc.) wird konsequent im gesamten Dokument beibehalten. Das ist entscheidend für die Nachvollziehbarkeit.

Mehrere Quellen in einer einzigen Fußnote bündeln (Chicago-Stil)

Im Chicago-Stil kannst du elegant mehrere Quellen, die dieselbe Aussage stützen, in einer einzigen Fußnote zusammenfassen. Das hält den Text sauber und leserfreundlich.

Dabei gilt:

  • Die Fußnotenziffer steht direkt hinter dem Satzzeichen.
  • Die einzelnen Quellen in der Fußnote werden mit einem Semikolon getrennt.
  • Beispiel: ¹ Max Mustermann, Ein Buch über alles (Berlin: Musterverlag, 2021), 10; Erika Musterfrau, „Ein wichtiger Artikel“, Fachjournal für alles, Nr. 15 (2020): 45.

Diese Technik ist unglaublich praktisch, um den Fußnotenapparat schlank zu halten.

Die typischen Fehler auf einen Blick

Manche Fehler sind so verbreitet, dass man sie fast schon erwarten kann. Hier eine kleine Übersicht der häufigsten Fauxpas, die du unbedingt vermeiden solltest:

So nicht So geht's richtig Der Grund
Meier et al (2023) Meier et al. (2023) et al. ist eine Abkürzung und braucht immer einen Punkt am Ende.
Müller u.a. (2022) Müller u. a. (2022) u. a. steht für „und andere“ und wird mit Leerzeichen geschrieben.
(Schmidt & Meier 2020) (Schmidt & Meier, 2020) Bei APA 7 steht vor der Jahreszahl in der Klammer immer ein Komma.
(Weber, Meier, Schulz 2019) im zweiten Zitat (Weber et al., 2019) im zweiten Zitat Bei APA 7 wird ab 3 Autor:innen bereits bei der Erstnennung et al. verwendet.

Eine kleine Checkliste mit diesen Punkten vor der Abgabe kann Gold wert sein.

Ein Tipp aus der Praxis

Ich erinnere mich an eine Studentin, die in ihrer Bachelorarbeit einen Sammelband und einen Bericht des Statistischen Bundesamts zitierte. Sie hatte fast jeden der oben genannten Fehler gemacht: der Punkt bei et al. fehlte, Herausgeber und Kapitelautor waren vertauscht, und bei der Institution als Autor war die Interpunktion falsch.

In der Betreuungsstunde haben wir das gemeinsam korrigiert. Sie hat schnell gemerkt, dass es nicht um komplizierte Regeln geht, sondern um sauberes, präzises Arbeiten.

Klare Regeln und ein System sparen am Ende enorm viel Zeit und Nerven.

Ihre Lösung? Sie hat sich eine Vorlage für jeden Quellentyp angelegt und jedes et al. vor der Abgabe per Suchfunktion überprüft. Das Ergebnis war eine fehlerfreie Arbeit und positives Feedback vom Prüfer.

Lass dir von Tools unter die Arme greifen

Ganz ehrlich: Niemand muss das alles im Kopf behalten. Tools wie Zotero, Citavi oder IntelliSchreiber sind dafür gemacht, dir diese Arbeit abzunehmen. Sie prüfen automatisch das Format und sorgen für Konsistenz, gerade bei vielen verschiedenen Autor:innen.

Du kannst dort deine Quellen (z. B. als PDF) hochladen, den passenden Zitierstil auswählen und das Tool generiert dir die korrekten Einträge für Text und Literaturverzeichnis. Das spart nicht nur bis zu 50 % deiner Zeit, sondern eliminiert auch Flüchtigkeitsfehler, die bei der manuellen Erstellung fast unvermeidlich sind.

Abschließende Gedanken für die Praxis

Verlass dich nicht auf dein Gedächtnis. Visuelle Hilfen wie eine Checkliste oder eine Übersichtstabelle mit den häufigsten Fehlern sind deine besten Freunde. Eine kurze, aber systematische Endkontrolle der Autor:innenreihenfolge, der Jahreszahlen mit Buchstaben (z. B. 2023a, 2023b) und der gesamten Interpunktion schützt dich vor unnötigem Punktabzug.

Mit diesen Tipps bist du bestens gewappnet, um auch komplexe Quellen mit vielen Autor:innen souverän und korrekt in jedem Zitierstil anzugeben.

Möchtest du noch tiefer in die Materie einsteigen? In unserem umfassenden Leitfaden zur et al.-Verwendung erfährst du alles, was du über die korrekte Anwendung dieser Abkürzung wissen musst.

Praktische Tools und Tipps für einen effizienten Workflow

Die Theorie zum Zitieren mehrerer Autor:innen ist eine Sache, die Umsetzung im hektischen Schreiballtag eine ganz andere. Hier entscheidet sich, wie viel Zeit und Nerven Sie investieren. Die gute Nachricht ist: Niemand muss heute mehr jedes Komma manuell setzen und dabei riskieren, den Überblick zu verlieren. Mit den richtigen Werkzeugen und einer smarten Arbeitsweise sparen Sie sich stundenlange Korrekturarbeit.

So nehmen Ihnen Tools die Fleißarbeit ab

Moderne Literaturverwaltungsprogramme oder KI-gestützte Schreibassistenten wie IntelliSchreiber sind genau dafür gemacht, Ihnen die mühsame Formatierungsarbeit abzunehmen. Statt alles von Hand abzutippen, können Sie Ihren gesamten Prozess enorm beschleunigen.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Sie laden Ihre Quellen – ob einzelne Fachartikel als PDF oder ganze E-Books – direkt in das System. Die Software analysiert die Dokumente und zieht sich automatisch alle nötigen bibliografischen Daten. Dazu gehören Autorennamen, Titel, Erscheinungsjahr und bei direkten Zitaten sogar die Seitenzahlen.

Von der PDF zur perfekten Zitation in drei Schritten

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen zentralen Artikel von einem Forschungsteam gefunden. Anstatt die Namen und Details mühsam abzuschreiben, sieht Ihr Workflow so aus:

  1. Quellen hochladen: Ziehen Sie die PDF-Datei des Artikels einfach per Drag-and-drop in das Tool. IntelliSchreiber erlaubt beispielsweise den Upload von bis zu 150 eigenen Quellen auf einen Schlag.
  2. Zitierstil festlegen: Wählen Sie mit einem Klick den Stil aus, den Ihre Uni fordert – sei es APA 7, Harvard oder die Deutsche Zitierweise.
  3. Zitate generieren lassen: Wenn Sie nun einen Textabschnitt auf Basis dieser Quelle schreiben oder formulieren lassen, setzt das Tool den korrekten Verweis automatisch an die richtige Stelle. Das schließt auch die genaue Seitenzahl mit ein, was die Nachvollziehbarkeit für Ihre Betreuer:innen massiv erhöht.

Dieser automatisierte Prozess sorgt dafür, dass das Zitieren mehrerer Autoren von Anfang an stimmig und fehlerfrei ist. Ganz ohne manuelle Fummelarbeit.

Mein Tipp aus der Praxis: Beginnen Sie jede wissenschaftliche Arbeit damit, eine zentrale Quellenbibliothek in Ihrem Tool aufzubauen. Erfassen Sie jede Quelle sofort, nachdem Sie sie gelesen haben. Das erspart Ihnen die panische Suche nach Details kurz vor der Abgabe.

Dieser kleine organisatorische Schritt ist Gold wert. Eine saubere Datenbasis ist die Grundlage für einen flüssigen Schreibprozess und minimiert Fehlerquellen von vornherein.

Die Kunst der schnellen Kontrolle

Auch wenn die Tools eine enorme Hilfe sind – die letzte Verantwortung liegt immer bei Ihnen. Ein kurzer, aber gezielter Check der generierten Zitate ist Pflicht.

Worauf Sie dabei besonders achten sollten:

  • Autorenreihenfolge: Ist die Reihenfolge der Namen wirklich exakt so wie in der Originalquelle?
  • Spezifische Vorgaben: Hat Ihr Lehrstuhl vielleicht Sonderwünsche, die vom Standard abweichen (z. B. „u. a.“ statt „et al.“)? Solche Anpassungen lassen sich in den meisten Programmen mit wenigen Klicks einstellen.
  • Vollständigkeit: Sind im Literaturverzeichnis alle nötigen Angaben da? Bei Online-Quellen fehlen manchmal URLs oder DOIs, die Sie schnell ergänzen müssen.

Diese finale Kontrolle dauert meist nur wenige Minuten, sichert aber die Qualität Ihrer gesamten Arbeit. Es ist der letzte, entscheidende Schritt, um sicherzustellen, dass Ihre Zitationen nicht nur korrekt, sondern auch passgenau für die Anforderungen Ihres Instituts sind.

Der ultimative Workflow für absolute Konsistenz

Die größte Herausforderung beim Zitieren mehrerer Autoren ist und bleibt die Konsistenz über Dutzende von Seiten hinweg. Flüchtigkeitsfehler wie ein Mix aus verschiedenen Zitierstilen oder mal „et al.“, mal „u. a.“ für dieselbe Quelle sind leider an der Tagesordnung.

Eine zentrale digitale Quellenliste, wie sie Tools wie IntelliSchreiber automatisch anlegen, ist die beste Waffe gegen dieses Chaos. Jeder einzelne Verweis im Text speist sich aus derselben, einmal korrekt erfassten Datenquelle. So ist sichergestellt, dass der Eintrag für „Müller, Schmidt & Weber (2023)“ auf Seite 10 exakt dem auf Seite 50 entspricht und der Eintrag im Literaturverzeichnis perfekt dazu passt. Genau diese systematische Vorgehensweise macht am Ende den Unterschied zwischen einer guten und einer exzellenten wissenschaftlichen Arbeit aus.

Typische Fragen aus der Praxis: Antworten auf die häufigsten Stolpersteine

Theorie ist das eine, aber im Schreibprozess tauchen oft ganz konkrete Fragen auf, die einen aus dem Takt bringen können. Damit Sie nicht lange grübeln müssen, habe ich hier die häufigsten Unklarheiten gesammelt und gebe Ihnen klare, praxiserprobte Antworten.

Was, wenn ich zwei Quellen vom selben Autorenteam aus demselben Jahr habe?

Ein echter Klassiker, der fast jedem Studierenden mal begegnet. Die Lösung ist aber zum Glück ganz einfach: Sie müssen die Quellen künstlich unterscheidbar machen. Das gelingt, indem Sie direkt an die Jahreszahl einen Kleinbuchstaben anhängen (also a, b, c usw.).

Welche Quelle nun das „a“ und welche das „b“ bekommt, entscheiden Sie alphabetisch nach dem Titel des Werks.

Ein kurzes Beispiel im APA-Stil macht das deutlich:

  • Ihr erster Verweis im Text könnte so aussehen: (Müller, Schmidt & Weber, 2023a, S. 45).
  • Zitieren Sie später aus der anderen Quelle desselben Teams, schreiben Sie: (Müller, Schmidt & Weber, 2023b, S. 112).

Das Wichtigste dabei ist absolute Konsequenz. Diese Kennzeichnung mit a, b, etc. muss sich durch Ihre gesamte Arbeit ziehen – vom ersten Verweis im Text bis zum Eintrag im Literaturverzeichnis. Nur so bleibt alles eindeutig zuordenbar.

Muss ich die Reihenfolge der Autorennamen wirklich exakt so übernehmen?

Ja, unbedingt! Die Reihenfolge der Namen auf einer wissenschaftlichen Publikation ist alles andere als willkürlich. In den meisten Fachbereichen spiegelt sie den jeweiligen Beitrag der Forschenden wider. Die Person an erster Stelle hat oft den größten Anteil an der Studie geleistet.

Wenn Sie diese Reihenfolge eigenmächtig verändern, ist das nicht nur ein Formfehler, sondern ein ernsthafter wissenschaftlicher Fauxpas. Halten Sie sich also strikt daran und übernehmen Sie die Namen exakt so, wie sie auf der Originalquelle stehen. Das ist ein unumstößliches Gebot der akademischen Sorgfalt.

Wie zitiere ich eine Quelle, die ich nur aus einem anderen Werk kenne (Sekundärzitat)?

Zunächst der wichtigste Rat aus der Praxis: Sekundärzitate sollten immer die absolute Notlösung bleiben. Die goldene Regel lautet: Suchen Sie immer nach der Originalquelle! Nur so können Sie sicher sein, dass die ursprüngliche Aussage korrekt wiedergegeben wird.

Manchmal ist das Original aber einfach nicht aufzutreiben. In so einem Fall müssen Sie unmissverständlich kenntlich machen, dass Sie „aus zweiter Hand“ zitieren. Die genaue Formatierung hängt vom Zitierstil ab, das Prinzip ist aber immer dasselbe.

Mein Tipp: Klären Sie unbedingt vorher, ob Ihr Lehrstuhl oder Ihre Fakultät Sekundärzitate überhaupt erlaubt. Viele Institute schließen sie kategorisch aus, da sie die wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit untergraben.

Nach APA-Standard würde ein solches Zitat zum Beispiel so aussehen: (Schmidt, 2020, zitiert nach Müller & Bauer, 2022, S. 78). Im Literaturverzeichnis taucht dann ausschließlich die Quelle auf, die Sie auch wirklich in der Hand hatten – in diesem Fall also der Text von Müller & Bauer aus dem Jahr 2022.

Gelten diese ganzen Regeln auch für Webseiten und andere Online-Quellen?

Absolut. Die grundlegenden Prinzipien für die Nennung von Autorinnen und Autoren sind universell und gelten für alle Quellentypen. Ob Sie ein gedrucktes Buch, einen Fachartikel oder einen Blogbeitrag zitieren, ist für die Handhabung der Verfasserangaben völlig egal.

  • Die Verwendung von „et al.“ (oder „u. a.“) funktioniert nach denselben Schemata.
  • Die Reihenfolge der Namen muss ebenfalls exakt beibehalten werden.

Die einzigen Unterschiede finden sich in den bibliografischen Angaben im Literaturverzeichnis. Bei Online-Quellen müssen Sie zusätzlich Informationen wie die URL oder – noch viel besser, weil dauerhaft stabil – einen DOI (Digital Object Identifier) angeben, falls einer vorhanden ist. Diese Angaben sichern die Auffindbarkeit, während die Regeln für die Autorennamen unverändert bleiben.


Genug von komplizierten Zitierregeln und manueller Formatierungsarbeit? IntelliSchreiber nimmt Ihnen diese Last ab. Laden Sie einfach Ihre Quellen hoch und erhalten Sie in wenigen Minuten eine komplett formatierte Hausarbeit mit korrekten Zitaten und einem vollständigen Literaturverzeichnis. Sparen Sie Zeit und konzentrieren Sie sich auf das, was wirklich zählt: den Inhalt Ihrer Arbeit. Probieren Sie es jetzt aus auf https://intellischreiber.de.

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