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Direktes zitat beispiel meisterhaft anwenden

Direktes zitat beispiel meisterhaft anwenden

Ein direktes Zitat ist sozusagen die DNA eines fremden Gedankens, die Sie in Ihre eigene Arbeit transplantieren. Sie übernehmen eine Textstelle Wort für Wort aus einer Quelle, setzen sie in Anführungszeichen und versehen sie mit einem klaren Herkunftsnachweis. Zum Beispiel so: „Ein direktes Zitat muss buchstabengetreu wiedergegeben werden“ (Müller, 2023, S. 15).

Was ein direktes zitat ausmacht

Ein Schreibtisch mit offenem Notizbuch und Stift, Laptop, Pflanze und Tasse, daneben der Text

Stellen Sie sich vor, Sie stehen als Anwalt vor Gericht. Sie könnten dem Richter erzählen, was ein Zeuge gesagt hat. Viel überzeugender ist es aber, den Zeugen selbst sprechen zu lassen. Genau das leistet ein direktes Zitat in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Statt eine Aussage nur zusammenzufassen, legen Sie den Originalton vor – den unumstößlichen Beweis.

Dieser Griff zur Originalquelle verleiht Ihrer Argumentation Gewicht und Autorität. Besonders bei prägnanten Definitionen oder einer außergewöhnlich treffenden Formulierung wäre es schade, diese durch eine Umschreibung zu verwässern. Mit einem direkten Zitat zeigen Sie: Meine Argumente fußen nicht auf reiner Interpretation, sondern auf harten, nachprüfbaren Fakten.

Die drei grundpfeiler eines zitats

Ein korrektes direktes Zitat steht immer auf drei Säulen. Bricht eine davon weg, gerät Ihre gesamte Argumentation ins Wanken und Sie riskieren den Vorwurf des Plagiats.

Diese drei Elemente sind absolut unverzichtbar:

  • Anführungszeichen: Sie sind das visuelle Signal für den Leser: „Achtung, ab hier beginnt fremder Text und hier endet er.“ Im Deutschen verwenden wir die typischen Gänsefüßchen „…“.
  • Wortwörtliche Übernahme: Der zitierte Text muss eine exakte Kopie des Originals sein – inklusive eventueller Fehler in Rechtschreibung oder Grammatik. Jede noch so kleine Änderung, wie eine Auslassung oder eine Ergänzung, muss kenntlich gemacht werden.
  • Vollständige Quellenangabe: Direkt im Anschluss an das Zitat muss klar sein, woher es stammt. Die Angabe enthält normalerweise den Autor, das Erscheinungsjahr und die genaue Seitenzahl.

Ein Zitat ohne Quelle ist Diebstahl geistigen Eigentums. Nur die präzise Quellenangabe macht es zu einem wissenschaftlichen Beleg und zollt dem Urheber den nötigen Respekt.

Ein klares vorher-nachher beispiel

Der Unterschied zwischen einer bloßen Behauptung und einem fundierten Argument wird am besten an einem Beispiel deutlich. Stellen Sie sich vor, Sie schreiben in Ihrer Arbeit:

Vorher (vage Behauptung):
Experten glauben, dass künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt stark beeinflussen wird.

Das klingt plausibel, aber es fehlt die Schlagkraft. Es ist eine Meinung ohne Absender. Jetzt untermauern wir das Ganze mit einem direkten Zitat:

Nachher (gestütztes Argument):
Die bevorstehenden Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt werden greifbar, wenn Experten betonen, dass „künstliche Intelligenz nicht nur einzelne Berufe ersetzt, sondern ganze Branchen neu definiert“ (Schmidt, 2024, S. 42).

Der Unterschied ist sofort spürbar, oder? Die zweite Version ist nicht nur eine Behauptung, sondern ein präziser, überzeugender und nachprüfbarer Beleg. Genau das macht eine starke wissenschaftliche Argumentation aus.

Wann ein direktes Zitat die beste Wahl ist

Soll ich eine Quelle direkt zitieren oder lieber in meinen eigenen Worten zusammenfassen? Diese Frage stellt sich jeder, der eine wissenschaftliche Arbeit schreibt. Die Entscheidung ist dabei mehr als nur Formsache – sie ist eine strategische Weichenstellung für Ihre Argumentation.

Stellen Sie sich das direkte Zitat wie ein gestochen scharfes Foto des Originaltextes vor. Es fängt nicht nur den Inhalt ein, sondern auch die exakte Formulierung, den Ton und jede feine Nuance. Das indirekte Zitat, die Paraphrase, ist dagegen eher wie eine Beschreibung dieses Fotos. Sie geben wieder, was zu sehen ist, aber der ursprüngliche Ausdruck und die Komposition gehen zwangsläufig verloren. Beides hat seinen Platz, aber manchmal ist nur das „Foto“ die richtige Wahl.

Eine Kamera und ein Dokument mit Text liegen auf einem Holztisch. Oben links ist das Logo „ZITAT SETZEN“ zu sehen.

Wenn der Wortlaut entscheidet

Es gibt Momente, da ist die Formulierung einer Autorin oder eines Autors so treffend, so pointiert oder einzigartig, dass jede Umschreibung ihr die Kraft nehmen würde. Genau dann ist ein direktes Zitat unschlagbar. Sie bewahren die volle Ausdruckskraft und können Ihre eigene Analyse direkt am Original festmachen.

In diesen Situationen sollten Sie unbedingt auf ein direktes Zitat setzen:

  • Prägnante Formulierungen: Ein Autor bringt einen komplexen Gedanken auf eine Weise auf den Punkt, die Sie selbst kaum besser formulieren könnten.
  • Offizielle Definitionen: Wenn Sie Begriffe aus Fachbüchern, Normen oder Gesetzestexten wiedergeben, ist die exakte Übernahme ein Muss.
  • Unterstützung zentraler Argumente: Ein starkes Zitat einer anerkannten Autorität kann Ihre Kernthesen untermauern und ihnen Gewicht verleihen.
  • Analyse der Sprache: Wenn es Ihnen genau um die Wortwahl, den Stil oder die Rhetorik des Originals geht, ist das Zitat selbst der Gegenstand Ihrer Untersuchung.

Gerade im deutschsprachigen Raum ist die korrekte Anwendung entscheidend. Ein klassisches direktes Zitat Beispiel wäre: „Die Bildungsqualität in Deutschland hat sich verschlechtert“, wie es das ifo Bildungsbarometer 2023 festhält. Wichtig ist hier, das Zitat immer in Anführungszeichen zu setzen, um es klar von Ihrem eigenen Text abzugrenzen. Die komplette Studie finden Sie unter den Ergebnissen des Bildungsbarometers auf ifo.de.

Direkte Zitate sparsam und gezielt einsetzen

So wirkungsvoll direkte Zitate auch sind – gehen Sie damit um wie mit einem starken Gewürz. Setzen Sie es gezielt und in Maßen ein. Eine Arbeit, die sich von einem Zitat zum nächsten hangelt, lässt Ihre eigene Stimme und analytische Tiefe vermissen. Ihre Aufgabe als Autor ist es, die Zitate in Ihren Gedankengang einzubetten, sie zu kontextualisieren und ihre Bedeutung zu interpretieren.

Ein direktes Zitat ist kein Ersatz für ein eigenes Argument, sondern dessen stärkster Verbündeter. Es liefert den Beweis, während Sie die Analyse und Interpretation liefern.

Wählen Sie Zitate also mit Bedacht. Fragen Sie sich bei jeder potenziellen Textstelle: „Geht eine wichtige Nuance verloren, wenn ich das in meinen eigenen Worten wiedergebe?“ Lautet die Antwort „Ja“, haben Sie den perfekten Kandidaten für ein direktes Zitat gefunden. Ist die Antwort „Nein“, ist eine Paraphrase oft die bessere Wahl, um den Lesefluss nicht zu unterbrechen.

Die formalen Regeln für Zitate souverän beherrschen

Wer wissenschaftlich arbeitet, kommt um Zitate nicht herum. Die richtige Formatierung ist dabei mehr als nur eine lästige Pflicht – sie ist das Fundament Ihrer Glaubwürdigkeit. Man könnte es mit der Grammatik Ihrer Argumentation vergleichen: Kleine Fehler können schnell den Gesamteindruck trüben und von Ihren eigentlichen Inhalten ablenken.

Aber keine Sorge, die formalen Regeln sind kein Hexenwerk. Wenn man sie einmal verstanden hat, gehen sie einem schnell in Fleisch und Blut über.

Ein direktes Zitat erkennen Ihre Leser immer an den doppelten Anführungszeichen („…“). Sie sind das klare Signal: Hier beginnt fremder Text. Ein Punkt, der zum zitierten Satz gehört, bleibt übrigens auch innerhalb der Anführungszeichen.

Änderungen und Auslassungen sauber kennzeichnen

Nur selten passt ein Zitat Wort für Wort perfekt in den eigenen Text. Oft muss man Wörter auslassen, die für das eigene Argument unwichtig sind, oder eine Kleinigkeit ergänzen, damit der Satzbau noch stimmt. Das Wichtigste dabei ist absolute Transparenz. Jede noch so kleine Änderung am Original muss für den Leser klar ersichtlich sein.

Hierfür sind die eckigen Klammern [...] Ihr wichtigstes Werkzeug. Sie erlauben es Ihnen, ein Zitat für Ihren Text passend zu machen, ohne dabei den ursprünglichen Sinn zu verfälschen.

Diese Kennzeichnungen sind mehr als nur eine formale Vorschrift; sie sind ein Zeichen wissenschaftlicher Redlichkeit. Sie zeigen, dass Sie die Arbeit anderer respektieren und sorgfältig mit Ihren Quellen umgehen. Wollen Sie tiefer einsteigen? Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie richtig in wissenschaftlichen Arbeiten zitieren, und bringen Sie Ihre Arbeit auf das nächste Level.

Damit Sie für die häufigsten Fälle gewappnet sind, hier ein schneller Überblick:

Sonderfälle bei direkten Zitaten korrekt formatieren

Ein Überblick über die richtige Kennzeichnung von Änderungen, Auslassungen und Fehlern in direkten Zitaten.

Anwendungsfall Regel Beispiel
Wörter auslassen Verwenden Sie drei Punkte in eckigen Klammern […] an der Stelle der Auslassung. „Die Studie zeigt, dass die Digitalisierung […] deutliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat“ (Meier, 2023, S. 12).
Wörter ergänzen Setzen Sie Ihre Ergänzung oder grammatische Anpassung in eckige Klammern [...]. „[Diese Entwicklung] stellt eine große Herausforderung dar“ (Schulz, 2022, S. 5).
Fehler im Original Kennzeichnen Sie einen Tipp- oder Grammatikfehler mit dem lateinischen Wort [sic]. „Die Ergebnisse waren eindeutig und belegten den Efekt [sic] der Maßnahme“ (Schmidt, 2021, S. 45).

Diese einfachen Regeln helfen Ihnen, Zitate flexibel zu nutzen und dabei formal immer auf der sicheren Seite zu sein.

Kurze Zitate im Text, lange Zitate im Block

Nicht jedes direkte Zitat wird gleich behandelt. Ein entscheidender Faktor ist seine Länge. Viele Zitierstile, darunter APA und MLA, orientieren sich an einer einfachen Faustregel: der 40-Wort-Grenze.

Kurze Zitate (unter 40 Wörter):
Diese kurzen Textausschnitte bauen Sie direkt in Ihren eigenen Satz ein. Sie werden ganz normal in Anführungszeichen gesetzt, und die Quellenangabe folgt direkt im Anschluss.

Beispiel:
Die Autorin betont, dass „die Fähigkeit zur kritischen Reflexion eine Schlüsselkompetenz im digitalen Zeitalter ist“ (Nowak, 2021, S. 34).

Lange Zitate (ab 40 Wörtern):
Umfangreichere Zitate bekommen einen eigenen Auftritt. Statt sie in den Fließtext zu zwängen, heben Sie sie als eigenständigen, eingerückten Textblock hervor. Für dieses sogenannte Blockzitat gelten ein paar besondere Regeln:

  • Es kommt ohne Anführungszeichen aus. Die Einrückung macht es bereits als Zitat kenntlich.
  • Der gesamte Block wird links eingerückt (üblich sind ca. 1,27 cm oder 0,5 Zoll).
  • Oft wird der Zeilenabstand hier auf einfach reduziert, selbst wenn der Rest der Arbeit einen anderen Abstand hat.
  • Die Quellenangabe steht am Ende, nach dem letzten Satzzeichen des Zitats.

Diese optische Trennung ist für Ihre Leser sehr hilfreich. Sie signalisiert auf einen Blick eine längere Textpassage aus einer anderen Quelle und stört den Lesefluss weniger als ein endloses Zitat im Haupttext. Aber Vorsicht: Setzen Sie Blockzitate gezielt ein, um ein zentrales Argument zu untermauern – nicht, um künstlich Seiten zu füllen.

Direkte Zitate in den gängigsten Zitierstilen: So geht’s richtig

Ob APA, MLA oder die klassische deutsche Zitierweise – jeder Stil kocht sein eigenes Süppchen. Wer hier die Regeln durcheinanderbringt, handelt sich schnell unnötigen Ärger bei der Benotung ein. Aber keine Sorge, im Kern geht es immer um dieselbe Frage: Wer hat was, wann und wo gesagt?

Damit die Unterschiede wirklich greifbar werden, nehmen wir uns jetzt ein und dasselbe Beispiel für ein direktes Zitat vor und jagen es einmal durch die drei gängigsten Systeme. So sehen Sie auf einen Blick, wie sich die Formatierung im Text und im Literaturverzeichnis verändert.

Die deutsche Zitierweise mit Fußnoten

Besonders in den Geistes- oder Rechtswissenschaften ist die deutsche Zitierweise zu Hause. Ihr Markenzeichen: die Fußnoten. Statt den Lesefluss mit Quellenangaben direkt im Satz zu unterbrechen, wird einfach eine kleine hochgestellte Zahl hinter das Zitat gesetzt. Das ist elegant und unaufdringlich.

So sieht das im Text aus:
Die Notwendigkeit einer klaren Argumentationsstruktur wird betont, denn „wissenschaftliches Schreiben ist vor allem strukturiertes Denken“¹.

Diese hochgestellte ¹ verweist dann nach unten, an den Fuß der Seite. Dort findet sich die vollständige Quellenangabe.

Und so in der Fußnote:
¹Vgl. Meier, Thomas: Die Kunst des wissenschaftlichen Schreibens. 3. Aufl. München: Musterverlag, 2021, S. 45.

Ganz am Ende der Arbeit, im Literaturverzeichnis, taucht die Quelle dann noch einmal auf – allerdings ohne die konkrete Seitenzahl des Zitats.

Der internationale APA-Stil

In den Sozial- und Naturwissenschaften hat sich der APA-Stil (American Psychological Association) durchgesetzt. Hier steht Effizienz im Vordergrund. Mit einem schlichten Autor-Datum-System direkt im Text weiß jeder sofort, woher die Information stammt.

Beispiel im Text:
Die Notwendigkeit einer klaren Argumentationsstruktur wird betont, denn „wissenschaftliches Schreiben ist vor allem strukturiertes Denken“ (Meier, 2021, S. 45).

Der dazugehörige Eintrag im Literaturverzeichnis folgt dann einem ganz strikten, international verständlichen Schema.

Beispiel im Literaturverzeichnis:
Meier, T. (2021). Die Kunst des wissenschaftlichen Schreibens (3. Aufl.). Musterverlag.

Wenn Sie tiefer in die Details des APA-Stils eintauchen wollen, dann ist unser Artikel genau das Richtige für Sie. Dort erfahren Sie, wie Sie nach APA 7 zitieren wie ein Profi.

Die folgende Übersicht fasst noch einmal die wichtigsten formalen Kniffe zusammen, die Sie bei der Arbeit mit Zitaten – egal in welchem Stil – immer parat haben sollten.

Eine Checkliste mit Zitierregeln, die Auslassung, Ergänzung und Fehlerkennzeichnung (sic) behandelt.

Diese kleinen Helferlein wie die eckigen Klammern für Zusätze oder das berühmte „[sic]“ für übernommene Fehler sind entscheidend für saubere, wissenschaftliche Arbeit.

Der MLA-Stil für die Geisteswissenschaften

Der MLA-Stil (Modern Language Association) ist die erste Wahl in den Sprach- und Literaturwissenschaften. Er erinnert auf den ersten Blick an APA, lässt im Text aber bewusst das Erscheinungsjahr weg. Stattdessen genügen Autor und Seitenzahl. Der Grundgedanke dahinter: In diesen Fächern arbeitet man oft mit Klassikern, die in unzähligen Auflagen erschienen sind – da ist die Seitenzahl wichtiger als das Jahr der spezifischen Ausgabe.

Beispiel im Text:
Die Notwendigkeit einer klaren Argumentationsstruktur wird betont, denn „wissenschaftliches Schreiben ist vor allem strukturiertes Denken“ (Meier 45).

Im Literaturverzeichnis, das hier übrigens „Works Cited“ heißt, gibt es ebenfalls kleine, aber feine Unterschiede, zum Beispiel bei der Schreibweise des Autorennamens.

Beispiel im Literaturverzeichnis (Works Cited):
Meier, Thomas. Die Kunst des wissenschaftlichen Schreibens. 3. Auflage, Musterverlag, 2021.

Häufige Fehler beim Zitieren und wie Sie diese vermeiden

Ein Laptop auf einem Holztisch zeigt ein Dokument mit dem Titel

Selbst die beste Recherche verliert an Kraft, wenn handwerkliche Fehler beim Zitieren passieren. Aber keine Sorge: Die meisten Fallstricke sind altbekannt und lassen sich mit ein wenig Aufmerksamkeit umschiffen. Wer die typischen Fehlerquellen kennt, kann die eigene Arbeit gezielt prüfen und dafür sorgen, dass die Argumentation auf einem soliden Fundament steht.

Ein gelungenes direktes Zitat Beispiel ist eben mehr als nur ein Satz in Anführungszeichen. Es ist ein Präzisionswerkzeug, das richtig eingesetzt werden will. Flüchtigkeitsfehler untergraben nicht nur Ihre Glaubwürdigkeit, sondern können im schlimmsten Fall sogar als Täuschungsversuch gewertet werden.

Der „Zitat-Teppich“ und die fehlende Einbettung

Einer der Klassiker unter den Fehlern: Zitate werden einfach aneinandergereiht, ohne dass eine eigene Analyse stattfindet. Das wirkt schnell so, als würden Sie einen Teppich aus fremden Stimmen ausrollen, auf dem für Ihre eigene kein Platz mehr ist. So entsteht der Eindruck, Sie hätten selbst nichts zum Thema beizutragen.

Jedes einzelne Zitat braucht einen Rahmen. Es muss elegant in Ihren eigenen Satzbau eingeführt, angekündigt und im Anschluss kurz eingeordnet oder interpretiert werden. Ein Zitat sollte niemals verloren und allein für sich stehen.

So lieber nicht:
Die Digitalisierung schreitet voran. „Die Transformation betrifft alle Lebensbereiche“ (Müller, 2022, S. 19). Das ist eine große Veränderung.

Viel besser so:
Die tiefgreifenden Auswirkungen der Digitalisierung werden deutlich, wenn Müller (2022) feststellt, dass „die Transformation alle Lebensbereiche betrifft“ (S. 19). Diese allumfassende Veränderung erfordert völlig neue Lösungsansätze.

Ein Zitat ist kein Selbstzweck. Es dient als Beleg für Ihre These, nicht als Ersatz dafür. Ihre Aufgabe ist es, die Brücke zwischen der zitierten Aussage und Ihrer eigenen Argumentation zu schlagen.

Formale Ungenauigkeiten, die Punkte kosten

Kleine Nachlässigkeiten können große Auswirkungen haben. Oft sind es dieselben formalen Patzer, die in wissenschaftlichen Arbeiten immer wieder auftauchen. Achten Sie deshalb besonders auf diese Punkte:

  • Vergessene Anführungszeichen: Das ist mit Abstand der gravierendste Fehler, denn er grenzt ans Plagiat. Jedes wörtlich übernommene Wort gehört in Anführungszeichen – ohne Ausnahme.
  • Unvollständige Quellenangabe: Autor, Jahr und Seitenzahl sind das absolute Minimum bei direkten Zitaten. Fehlt eine dieser Angaben, ist die Quelle nicht nachprüfbar und das Zitat damit praktisch wertlos.
  • Falsche Zeichensetzung: Der Punkt am Satzende gehört in der Regel nach der Quellenangabe, nicht davor. Werfen Sie hier unbedingt einen genauen Blick in die Vorgaben Ihres Zitierstils.
  • Änderungen nicht markiert: Jede noch so kleine Auslassung […] oder eine eigene Ergänzung [Hervorhebung] muss sauber in eckigen Klammern gekennzeichnet werden.

Sich diese formalen Regeln anzueignen, ist das A und O. Fühlen Sie sich noch unsicher, finden Sie in unserem Leitfaden weitere praktische Tipps, wie man richtig zitiert, ohne Stress und Punktabzug.

Typische Zweifelsfälle beim direkten Zitat: Ihre Fragen, unsere Antworten

Wenn die Grundlagen erst mal sitzen, tauchen im Schreibprozess oft die kniffligen Detailfragen auf. Was, wenn in meiner Quelle schon ein Zitat steckt? Oder der Online-Artikel gar keine Seitenzahlen hat? Keine Sorge, für diese Fälle gibt es klare Regeln.

Hier haben wir die häufigsten Fragen für Sie gesammelt und praxisnah beantwortet. So meistern Sie auch ungewöhnliche Zitiersituationen souverän und gewinnen Sicherheit für Ihre wissenschaftliche Arbeit.

Wie zitiere ich ein Zitat im Zitat?

Manchmal stoßen Sie in einem Text auf eine Passage, die bereits ein Zitat enthält – und genau diesen gesamten Abschnitt möchten Sie übernehmen. Das nennt man ein „Zitat im Zitat“. Die Lösung dafür ist zum Glück ganz einfach und logisch aufgebaut.

Das äußere Zitat, also der Teil, den Sie direkt aus Ihrer Quelle übernehmen, wird in die üblichen doppelten Anführungszeichen („…“) eingeschlossen. Das Zitat, das bereits in Ihrer Quelle stand (das sogenannte innere Zitat), setzen Sie in einfache Anführungszeichen (‘…‘).

So sieht das in der Praxis aus:
Laut Schmidt (2023) ist die Forschung eindeutig: „Die frühe Analyse von Weber bestätigte bereits, dass ‘soziale Strukturen tief im kollektiven Bewusstsein verankert sind’ und sich nur langsam wandeln“ (S. 78).

Ganz wichtig: Im Quellenverweis nennen Sie immer nur die Quelle, die Sie selbst gelesen haben – in diesem Fall also Schmidt, nicht Weber. Schmidt ist hier Ihre Sekundärquelle. Sie zitieren Weber quasi aus zweiter Hand.

Was mache ich bei Quellen ohne Seitenzahlen?

Dieses Problem kennt jeder, der mit digitalen Quellen arbeitet: Webseiten, Blogartikel oder Interviews haben oft keine klassischen Seitenzahlen. Trotzdem verlangt das wissenschaftliche Arbeiten einen genauen Beleg, damit Ihre Leser die Stelle wiederfinden können.

Je nach Zitierstil haben sich hier verschiedene gängige Methoden etabliert:

  • Absatznummer: Eine simple und beliebte Lösung. Zählen Sie einfach die Absätze vom Textanfang bis zur zitierten Stelle und geben Sie diese an (z. B. Abs. 4).
  • Kapitel oder Überschrift: Bei längeren Online-Texten können Sie auch einfach die Überschrift des entsprechenden Abschnitts nennen.
  • Zeitstempel: Für Audio- oder Videoquellen wie Podcasts oder YouTube-Videos ist das die perfekte Methode. Geben Sie den genauen Zeitpunkt an (z. B. 00:14:32), an dem die Aussage beginnt.

Der wichtigste Tipp: Bleiben Sie konsequent! Entscheiden Sie sich für eine Methode pro Quellentyp und ziehen Sie diese durch Ihre gesamte Arbeit. Einmal Absätze, immer Absätze.

Gibt es eine maximale Länge für ein direktes Zitat?

Eine starre Obergrenze in Form einer genauen Wortzahl gibt es nicht. Die Faustregel lautet aber: So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Direkte Zitate sind das Salz in der Suppe, nicht die Suppe selbst. Sie sollen Ihre Argumentation untermauern, nicht ersetzen oder Ihre Arbeit künstlich aufblähen. Zitate, die eine halbe Seite oder mehr füllen, sind fast nie eine gute Idee.

Wenn Sie merken, dass ein Zitat immer länger wird, halten Sie kurz inne und fragen Sie sich: Ist wirklich jeder einzelne Satz für mein Argument unverzichtbar? Meistens ist es viel besser, nur den zentralen Kerngedanken direkt zu zitieren und den Rest in eigenen Worten zusammenzufassen (also indirekt zu zitieren). Das beweist nicht nur, dass Sie den Inhalt verstanden haben, sondern stärkt auch Ihre eigene wissenschaftliche Stimme. Ein Blockzitat ab 40 Wörtern ist zwar formal korrekt, sollte aber die Ausnahme bleiben und gut begründet sein.


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