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Zitieren et al leicht gemacht: Ein praxisnaher Leitfaden für zitieren et al

Zitieren et al leicht gemacht: Ein praxisnaher Leitfaden für zitieren et al

Die Abkürzung et al. ist so etwas wie ein unbesungener Held im wissenschaftlichen Schreiben. Sie steht für „und andere“ und ist ein unglaublich praktisches Werkzeug, um lange Autorenlisten in deinen Textzitaten elegant zu kürzen. Anstatt jeden einzelnen Namen aufzählen zu müssen, nennst du nur den Erstautor und hängst et al. an. Das Ergebnis? Ein Text, der sich flüssiger liest.

Was „et al.“ wirklich bedeutet und wann du es verwenden musst

Stell dir mal vor, du liest einen Satz in einer wissenschaftlichen Arbeit und musst dich erst durch eine Liste von zehn Autorennamen quälen, bevor du überhaupt zum eigentlichen Gedanken des Satzes kommst. Ziemlich mühsam, oder? Genau hier kommt „et al.“ ins Spiel.

Die Abkürzung hat lateinische Wurzeln – sie steht für „et alii“ (männlich/gemischt) oder „et aliae“ (weiblich) – und bedeutet schlicht „und andere“. Sie ist eine etablierte Konvention, die in fast allen gängigen Zitierstilen verwendet wird, um den Lesefluss zu verbessern.

Anstatt also sperrig zu schreiben:

  • (Schmidt, Meier, Huber, Keller & Fuchs, 2021)

… kannst du es mit der „et al.“-Regel viel kompakter und leserfreundlicher formulieren:

  • (Schmidt et al., 2021)

Der Zweck von et al. im wissenschaftlichen Schreiben

Vielleicht denkst du jetzt, dass man damit die anderen Autoren unter den Tisch fallen lässt. Aber das ist nicht der Fall! Der Einsatz von et al. folgt einer klaren Logik, die zwischen dem Text und dem Literaturverzeichnis unterscheidet:

  • Im Text (In-Text-Zitat): Hier zählt vor allem die Lesbarkeit. Der Leser soll die Quelle schnell erkennen können, ohne aus dem Lesefluss gerissen zu werden. „Et al.“ sorgt für die nötige Kürze.
  • Im Literaturverzeichnis: Hier ist Vollständigkeit das oberste Gebot. Am Ende deiner Arbeit müssen alle Autoren der Quelle genannt werden. Nur so ist die Quelle eindeutig identifizierbar und für andere nachprüfbar.

Das richtige Zitieren mit et al. ist übrigens kein triviales Detail, sondern ein wichtiger Baustein für eine gute Note. Eine Umfrage hat gezeigt, dass 68 % der Bachelor- und Masterstudierenden in den Geisteswissenschaften Fehler bei der Anwendung machen – Fehler, die sich oft negativ auf die Bewertung auswirken. Wenn du die Grundlagen der Zitation im Text noch einmal auffrischen möchtest, schau in unseren umfassenden Leitfaden zum Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten.

Die korrekte Anwendung von „et al.“ ist mehr als nur eine formale Kleinigkeit. Sie beweist, dass du die Prinzipien des wissenschaftlichen Arbeitens verstanden hast: Präzision im Nachweis und Klarheit in der Darstellung.

Die folgende Tabelle gibt dir einen schnellen Überblick, wann genau du "et al." einsetzen solltest.

Wann sie et al. verwenden: eine schnelle übersicht

Diese Tabelle zeigt auf einen Blick die Kernsituationen, in denen „et al.“ eingesetzt wird, um Quellenangaben im Text zu vereinfachen.

Anwendungsfall Funktion von et al. Beispiel im Text (APA 7)
Quelle mit 3 oder mehr Autoren Verkürzt die Autorenliste direkt ab der ersten Nennung. (Müller et al., 2023)
Wiederholte Zitation Sorgt für Konsistenz und Lesbarkeit bei mehrfachen Verweisen. Im ersten und allen folgenden Zitaten: (Müller et al., 2023)
Platzersparnis & Fokus Hält den Fließtext sauber und lenkt den Fokus auf den Inhalt. Die Studie von Müller et al. (2023) bestätigt...

Wie du siehst, ist das Prinzip simpel: Sobald eine bestimmte Anzahl von Autoren überschritten wird, greift die Regel und macht deine Zitation schlanker.

Mit diesem grundlegenden Verständnis im Gepäck können wir uns nun die spezifischen Regeln der verschiedenen Zitierstile genauer ansehen. Denn hier gibt es feine, aber wichtige Unterschiede.

Die et al.-Regeln für APA, Harvard und Co. im Vergleich

Wenn es ums Zitieren mit „et al.“ geht, gibt es leider keine allgemeingültige Regel. Jeder Zitierstil kocht hier sein eigenes Süppchen, und genau diese feinen Unterschiede sind eine der häufigsten Fehlerquellen in wissenschaftlichen Arbeiten. Die Vorgaben Ihrer Universität oder Ihres Fachbereichs exakt zu treffen, ist aber entscheidend für eine gute Note.

Stellen Sie sich die Zitierstile am besten wie verschiedene Sprachen mit eigener Grammatik vor. Was im APA-Stil goldrichtig ist, kann im Chicago-Stil schon als Fehler durchgehen. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie genau den Stil kennen und konsequent anwenden, der für Ihre Arbeit gefordert wird.

Das Ganze lässt sich gut visualisieren: Viele Autoren machen Quellenangaben im Text unübersichtlich. „Et al.“ ist die standardisierte und elegante Lösung für dieses Problem.

Hierarchie-Diagramm zum Zitieren, das die Schritte Quelle, Problem und Lösung (et al.) darstellt.

Die Grafik zeigt auf einen Blick, wie die Abkürzung den Zitationsprozess vereinfacht und für einen klaren, aufgeräumten Lesefluss im Text sorgt.

APA 7: Die klare und einfache Regel

Der APA-Stil in der 7. Auflage ist bei Studierenden besonders beliebt, denn seine Regelung für „et al.“ ist erfrischend einfach und konsequent. Sobald eine Quelle drei oder mehr Autoren hat, kürzen Sie direkt ab der ersten Nennung im Text ab.

  • Die Regel: Nennen Sie den Nachnamen des ersten Autors, gefolgt von „et al.“.
  • Ein Beispiel mit 4 Autoren: (Schulze et al., 2022)

Diese klare Vorgabe spart Zeit und Nerven. In der modernen Wissenschaft ist Teamarbeit alles, was die „et al.“-Regel unverzichtbar macht. Tatsächlich stieg der Anteil von Publikationen mit mehreren Autoren an deutschen Universitäten zwischen 2010 und 2020 um satte 35 %. Der APA-Stil reagiert darauf perfekt: Ab drei Autoren heißt es konsequent „Erstautor et al. (Jahr)“.

Wollen Sie tiefer einsteigen? Unser ausführlicher Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie APA 7 zitieren wie ein Profi.

Harvard-Zitierweise: Der Unterschied zwischen Erst- und Folgezitat

Die Harvard-Zitierweise macht es ein klein wenig komplizierter. Hier wird oft zwischen der allerersten Nennung einer Quelle und allen späteren Verweisen darauf unterschieden. Die genauen Regeln können sich je nach Uni-Leitfaden leicht unterscheiden, aber eine sehr gängige Variante funktioniert so:

  1. Bei der Erstnennung: Quellen mit drei Autoren werden voll ausgeschrieben. Erst ab vier Autoren greift „et al.“.
  2. Bei allen Folgezitaten: Ab jetzt wird bereits ab drei Autoren die Kurzform mit „et al.“ verwendet.

Dieser Kniff erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit beim Schreiben, damit alles einheitlich bleibt.

Chicago und MLA: Weitere Variationen im Überblick

Auch andere wichtige Zitierstile haben ihre Eigenheiten, die man auf dem Schirm haben sollte.

  • Chicago-Stil (Autor-Datum-System): Dieser Stil ähnelt APA 7, setzt die Grenze aber höher. „Et al.“ kommt erst bei Quellen mit vier oder mehr Autoren zum Einsatz. Bei bis zu drei Autoren müssen alle Namen genannt werden.
  • MLA-Stil (Modern Language Association): Der MLA-Stil, der oft in den Geisteswissenschaften zu Hause ist, zieht die Grenze wieder wie APA 7. Ab drei oder mehr Autoren wird direkt mit „et al.“ abgekürzt.

Ganz wichtig: Diese Regeln gelten nur für die Zitate im Fließtext! Im Literaturverzeichnis am Ende Ihrer Arbeit hat „et al.“ nichts verloren. Dort müssen (so gut wie immer) alle Autorinnen und Autoren vollständig aufgelistet werden.

Die folgende Tabelle bringt die wichtigsten Unterschiede für Textzitate auf den Punkt und dient als praktischer Spickzettel.

Vergleich der et al.-Regeln für Textzitate nach Zitierstil

Die folgende Tabelle zeigt Ihnen auf einen Blick, wie unterschiedlich die gängigsten Zitierstile mit „et al.“ im Fließtext umgehen. So können Sie die Abweichungen schnell erfassen und Fehler vermeiden.

Zitierstil Regel für die Anwendung Beispiel (Quelle mit 4 Autoren)
APA 7 Ab 3 oder mehr Autoren wird immer „et al.“ genutzt. (Müller et al., 2021)
Harvard Oft bei Erstnennung ab 4 Autoren, bei Folgezitaten ab 3. Erstnennung: (Schmidt et al., 2022)Folgezitat: (Schmidt et al., 2022)
Chicago Ab 4 oder mehr Autoren wird „et al.“ verwendet. (Weber et al., 2020)
MLA Ab 3 oder mehr Autoren wird „et al.“ verwendet. (Becker et al. 25)

Wie Sie sehen, sind die Unterschiede klein, aber fein. Ein kurzer Blick in diese Tabelle kann Ihnen helfen, konsistent zu bleiben und die formalen Anforderungen Ihrer Arbeit präzise zu erfüllen.

Warum „et al.“ im Literaturverzeichnis absolut tabu ist

Ein entscheidender Punkt, der im Eifer des Gefechts oft übersehen wird, ist die strikte Trennung zwischen der Funktion eines Zitats im Text und dem Eintrag im Literaturverzeichnis. Während „et al.“ im Fließtext für einen besseren Lesefluss sorgt, ist es im Literaturverzeichnis ein absolutes No-Go. Dieser Fehler kann bei der Benotung teuer zu stehen kommen, denn er rüttelt an einem Grundpfeiler wissenschaftlicher Arbeit: der Nachvollziehbarkeit.

Stellen Sie sich das Literaturverzeichnis wie den Personalausweis für jede einzelne Quelle vor. Im Text reicht ein kurzer Hinweis – sozusagen ein Spitzname –, um zu wissen, wer gemeint ist. Im Verzeichnis hingegen müssen alle Daten vollständig und glasklar aufgeführt sein. Nur so kann jeder Ihre Quelle zweifelsfrei finden und überprüfen. Die Abkürzung „et al.“ ist hierfür viel zu ungenau und widerspricht diesem fundamentalen Zweck.

Die Logik dahinter: Vollständigkeit ist alles

Der Hauptgrund für dieses Verbot ist die eindeutige Identifizierbarkeit. Ein Eintrag wie „Müller et al. (2022)“ könnte sich auf Dutzende verschiedene Publikationen beziehen, bei denen zufällig ein Autor namens Müller an erster Stelle steht. Erst die vollständige Auflistung aller beteiligten Autoren macht die Quelle einzigartig und damit auffindbar.

Die goldene Regel lautet: Im Text hat Lesbarkeit Vorrang, im Literaturverzeichnis die Vollständigkeit. Das ist keine willkürliche Schikane, sondern das Fundament, auf dem die wissenschaftliche Nachprüfbarkeit ruht.

Darüber hinaus dient das Literaturverzeichnis auch der Würdigung aller Beitragenden. Forschung ist fast immer Teamarbeit. Jeden Autor namentlich zu nennen, ist eine Form der akademischen Anerkennung für die geleistete Arbeit. Eine Kürzung würde die Beiträge der Mitautoren schlicht unsichtbar machen.

So sieht ein korrekter Eintrag aus

Obwohl sich die genauen Regeln je nach Zitierstil unterscheiden, bleibt das Prinzip der Vollständigkeit immer gleich. Der APA-Stil (7. Auflage) ist hier ein gutes Beispiel, welche Gründlichkeit erwartet wird.

  • APA-7-Regel: Bei einer Quelle mit bis zu 20 Autoren müssen ausnahmslos alle Namen im Literaturverzeichnis aufgeführt werden.
  • Falsches Beispiel: Müller, T., et al. (2022). Titel des Werkes. Verlag.
  • Korrektes Beispiel (4 Autoren): Müller, T., Schmidt, F., Weber, A., & Huber, S. (2022). Titel des Werkes. Verlag.

Erst bei 21 oder mehr Autoren erlaubt selbst der APA-Stil eine Kürzung. In diesem seltenen Fall werden die ersten 19 Namen genannt, gefolgt von drei Auslassungspunkten (...) und dem Namen des letzten Autors.

Die Hochschulen nehmen diese Regelung sehr ernst. Leitfäden, wie zum Beispiel der der Universität Leipzig, betonen explizit, dass im Literaturverzeichnis alle Autoren auszuschreiben sind. Angesichts immer genauerer Plagiatsprüfungen ist Präzision unerlässlich. Im Jahr 2022 wurden bei 17 % der Bachelorarbeiten Zitierfehler durch Software wie Turnitin entdeckt, oft im Zusammenhang mit dem Missbrauch von „et al.“. In 8 % dieser Fälle führte das sogar zur Aberkennung der Arbeit. Ausführliche Informationen dazu liefert eine Zusammenfassung der Uni Leipzig zu Zitierstandards.

Wenn Sie diese klare Trennung verinnerlichen, vermeiden Sie einen der häufigsten und ärgerlichsten formalen Fehler. Sollten Sie noch unsicher sein, wie Sie ein perfektes Literaturverzeichnis erstellen, kann Ihnen unser weiterführender Artikel dabei helfen.

Die häufigsten Fehler beim Zitieren mit „et al.“ vermeiden

Die Theorie zu „et al.“ ist eine Sache, die Praxis eine andere. Selbst wenn man die Regeln verstanden hat, schleichen sich im Schreibprozess immer wieder die gleichen kleinen, aber ärgerlichen Fehler ein. Solche Patzer können schnell als schlampig gewertet werden und im schlimmsten Fall die Note drücken.

Sehen Sie diesen Abschnitt einfach als Ihre persönliche Checkliste vor der Abgabe. Wir gehen die typischen Stolperfallen jetzt Schritt für Schritt durch, damit Sie Ihre Zitate auf Hochglanz polieren und böse Überraschungen im Feedback vermeiden können.

Laptop auf Schreibtisch zeigt eine digitale Checkliste mit der Überschrift 'HÄUFIGE FEHLER' und Haken.

Fehler 1: Der fehlende Punkt

Ein winziges Detail, das aber einen großen Unterschied macht: der Punkt am Ende. „Et al.“ ist die Abkürzung für den lateinischen Ausdruck et alii. Der Punkt zeigt an, dass hier etwas verkürzt wurde und ist daher absolut unverzichtbar.

  • So nicht: (Müller et al, 2022)
  • Sondern so: (Müller et al., 2022)

Ein Tipp aus der Praxis: Bevor Sie Ihre Arbeit abgeben, nutzen Sie die Suchfunktion (Strg+F oder Cmd+F) und suchen Sie nach „et al,“ (ohne Punkt). Das dauert keine 30 Sekunden und rettet Sie vor diesem klassischen Fehler.

Fehler 2: Die falsche Autorengrenze

Jeder Zitierstil kocht hier sein eigenes Süppchen. Wie wir gesehen haben, legt jeder Stil genau fest, ab wie vielen Autoren man zu „et al.“ greifen darf. Ein sehr häufiger Fehler ist es, die Regel von einem Stil auf einen anderen zu übertragen, weil man es „so im Kopf hatte“.

Besonders oft werden der APA-7-Stil (ab 3 Autoren) und der Chicago-Stil (ab 4 Autoren) durcheinandergeworfen. Verlassen Sie sich nie auf Ihr Gedächtnis, sondern werfen Sie immer einen kurzen Blick in den offiziellen Leitfaden für Ihre Arbeit.

Wenn die Grenze falsch gesetzt ist, zieht sich das wie ein roter Faden durch Ihr Dokument – und das fällt jedem Prüfer sofort auf.

Fehler 3: „Et al.“ im Literaturverzeichnis

Dieser Fehler ist ein echtes No-Go, denn er verletzt ein Grundprinzip des wissenschaftlichen Arbeitens: die Nachvollziehbarkeit. Die Abkürzung „et al.“ hat ausschließlich im Fließtext etwas zu suchen, niemals im Literaturverzeichnis.

Dort müssen alle Autorennamen genannt werden, damit Ihre Leser die Quelle zweifelsfrei finden und nachlesen können. Das ist der ganze Sinn des Verzeichnisses.

  • Falsch: Meier, S. et al. (2021). Ein wichtiger Artikel. Fachzeitschrift.
  • Richtig: Meier, S., Huber, T., & Keller, F. (2021). Ein wichtiger Artikel. Fachzeitschrift.

Fehler 4: Unsicherheit bei ähnlichen Quellen

Stellen Sie sich vor, Sie haben zwei verschiedene Artikel, die mit demselben Erstautor im selben Jahr beginnen, zum Beispiel von der Arbeitsgruppe um Schmidt. Die normale Formel „(Schmidt et al., 2023)“ würde hier für Verwirrung sorgen – welcher Artikel ist gemeint?

Für diesen Sonderfall gibt es eine klare Regel: Sie müssen so viele Autorennamen nennen, bis die beiden Quellen eindeutig voneinander unterscheidbar sind.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung:

  • Quelle A: (Schmidt, Bauer, Fink et al., 2023)
  • Quelle B: (Schmidt, Weber, Kunze et al., 2023)

Sobald klar ist, welche Quelle gemeint ist (hier durch den Zweitautor), folgt der Rest wie gewohnt mit „et al.“. So bleibt jede Referenz präzise und unmissverständlich.

Praxisbeispiele für Zitate am Satzanfang und Satzende

Die Theorie ist das eine, aber wie baut man das Zitat am Ende wirklich elegant und korrekt in den eigenen Satz ein? Genau das schauen wir uns jetzt an. Damit der Sprung von der Regel zur Anwendung klappt, zeige ich Ihnen hier ganz konkrete Beispiele, wie Sie „et al.“ flüssig in Ihren Text integrieren.

Hand hält Stift, bearbeitet Text auf Computerbildschirm mit Hervorhebungen zum Zitieren.

Im Grunde gibt es zwei Wege, eine Quelle einzubinden: Entweder Sie machen die Autoren zu einem aktiven Teil Ihres Satzes (narrativ) oder Sie platzieren den Beleg unauffällig in Klammern am Ende (parenthetisch).

Narrative Zitate: Wenn die Autoren im Satz mitspielen

Bei einem narrativen Zitat werden die Forscher quasi zu Akteuren in Ihrer Argumentation. Sie berichten, argumentieren oder stellen etwas fest. Diese Form ist perfekt, um eine These direkt einer bestimmten Autorengruppe zuzuordnen und macht den Text gleich viel lebendiger.

Hier ein paar typische Formulierungen (nach APA 7):

  • Eine Feststellung einleiten:

    • Mayer et al. (2021) stellten in ihrer Untersuchung fest, dass …
    • Wie Fuchs et al. (2023) aufzeigen, ist dieser Faktor entscheidend.
  • Eine Meinung oder These wiedergeben:

    • Laut Schmidt et al. (2020) kann dieses Phänomen als … interpretiert werden.
    • Huber et al. (2019) argumentieren hingegen, dass die bisherige Forschung … vernachlässigt hat.

Sehen Sie, wie die Quelle elegant in den Gedankengang eingewoben wird? Der Name des Erstautors plus et al. wird zum Subjekt des Satzes, die Jahreszahl folgt direkt dahinter in Klammern.

Ein narrativer Stil verleiht Ihrer Arbeit eine stärkere argumentative Stimme. Sie zeigen damit, dass Sie die Positionen der zitierten Forscher aktiv in Ihre eigene Argumentation einbauen und nicht nur passiv Fakten aneinanderreihen.

Parenthetische Zitate: Der klassische Beleg am Satzende

Der parenthetische Verweis ist der Klassiker – die häufigste und einfachste Art zu zitieren. Sie formulieren eine Aussage oder fassen eine Erkenntnis zusammen und packen den Beleg dafür in Klammern ans Ende. Das hält den Lesefluss klar und stört nicht.

Die Quelle steht hier gewissermaßen außerhalb des Satzes und dient als reiner Nachweis.

Schauen wir uns auch hierzu ein paar Beispiele an:

  • Nach einer zusammenfassenden Aussage:

    • Die kognitive Belastung von Studierenden hat in den letzten Jahren signifikant zugenommen (Weber et al., 2022).
  • Nach der Darstellung eines spezifischen Ergebnisses:

    • Diese Methodik führte zu einer Erfolgsquote von über 80 % (Bauer et al., 2021).

Sonderfall: Mehrere Quellen in einer Klammer

Manchmal wollen Sie eine Aussage direkt mit mehreren Studien untermauern. Kein Problem. Packen Sie einfach alle Quellen in eine einzige Klammer, getrennt durch ein Semikolon. Die Reihenfolge ist dabei nicht willkürlich, sondern alphabetisch nach dem Namen des ersten Autors sortiert.

  • Beispiel mit mehreren Quellen:
    • Diverse Studien bestätigen einen klaren Zusammenhang zwischen den beiden Variablen (Keller et al., 2018; Richter et al., 2020; Wagner et al., 2019).

Wenn Sie sich diese Muster aneignen, werden Sie beim Schreiben viel sicherer und schneller. Sie müssen nicht jedes Mal das Rad neu erfinden, sondern können auf bewährte Formulierungen zurückgreifen. So wird das Zitieren mit et al. schnell zur Routine.

Häufige Fragen zu „et al.“ – kurz und bündig beantwortet

Im Studienalltag tauchen immer wieder die gleichen Fragen rund um „et al.“ auf. Hier finden Sie klare Antworten auf die typischen Stolpersteine, damit Sie von Anfang an alles richtig machen.

Steht nach et al. immer ein Punkt?

Ja, ausnahmslos. Der Punkt ist ein Muss, denn „et al.“ ist eine Abkürzung des lateinischen Ausdrucks „et alii“ (was „und andere“ bedeutet). Der Punkt signalisiert eben diese Verkürzung.

Den Punkt zu vergessen, gehört zu den häufigsten und gleichzeitig einfachsten Fehlern, die man vermeiden kann. Die korrekte Schreibweise ist also immer et al.

Was tue ich, wenn zwei Quellen denselben Erstautor und dasselbe Jahr haben?

Ein klassischer Sonderfall, der für Verwirrung sorgen kann. Die Standardformel „Autor et al. (Jahr)“ reicht hier natürlich nicht, weil man die Quellen nicht unterscheiden könnte. Die Lösung ist aber ganz einfach: Sie nennen so lange weitere Autorennamen, bis die beiden Zitate eindeutig auseinanderzuhalten sind.

Ein Beispiel aus der Praxis:
Sie haben zwei Studien von Meiers Forschungsteam aus dem Jahr 2022. Die eine wurde mit Schmidt und Huber verfasst, die andere mit Schmidt und Weber. So lösen Sie das Problem im Text:

  • (Meier, Schmidt, Huber et al., 2022)
  • (Meier, Schmidt, Weber et al., 2022)

Erst wenn klar ist, welche Quelle gemeint ist, kommt das „et al.“ ins Spiel.

Kommt et al. auch in der deutschen Zitierweise vor?

Absolut. Auch in den Fußnotensystemen, die wir oft als „deutsche Zitierweise“ bezeichnen, kürzt man bei vielen Autoren ab. Hier haben Sie in der Regel sogar die Wahl zwischen der lateinischen Variante et al. und dem deutschen Pendant u. a. (für „und andere“).

Aber Achtung: Schauen Sie unbedingt in den Zitierleitfaden Ihres Instituts! Dort steht meistens klipp und klar, welche Version Sie verwenden sollen und ab welcher Autorenzahl die Kürzung überhaupt erst greift.

Wie viele Autoren listet man im Literaturverzeichnis maximal auf?

Das kommt ganz auf den Zitierstil an. Der APA-Stil ist in seiner 7. Auflage da sehr präzise:

  • Bei bis zu 20 Autoren werden im Literaturverzeichnis tatsächlich alle Namen ausgeschrieben.
  • Erst ab 21 Autoren wird auch hier gekürzt. Dann listen Sie die ersten 19 Namen auf, fügen drei Auslassungspunkte (...) ein und nennen anschließend den letzten Autor der Liste.

Andere Stile haben hier andere Obergrenzen. Die wichtigste Regel ist jedoch universell: Die Abkürzung „et al.“ selbst taucht im Literaturverzeichnis niemals auf. Sie ist ausschließlich für den Fließtext und die Fußnoten reserviert.


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