Wissenschaftliches Arbeiten Deckblatt: wissenschaftliches arbeiten deckblatt kompakt

Das Deckblatt für eine wissenschaftliche Arbeit ist so viel mehr als eine reine Formalie – es ist die Visitenkarte Ihrer gesamten Forschungsleistung. Ihr Prüfer bekommt damit in wenigen Sekunden einen ersten Eindruck von Ihrer Sorgfalt, Professionalität und Ihrem Verständnis für akademische Standards. Ein makelloses Deckblatt ist deshalb der erste, entscheidende Schritt für eine positive Wahrnehmung, noch bevor auch nur ein Satz Ihrer Arbeit gelesen wurde.
Wie Ihr deckblatt den ersten eindruck prägt
Ein sauber und korrekt gestaltetes Deckblatt signalisiert auf den ersten Blick, dass Sie die formalen Anforderungen des wissenschaftlichen Arbeitens verstanden haben und ernst nehmen. Man darf nicht vergessen: Prüfer lesen oft Dutzende von Arbeiten pro Semester. Ein unordentliches, unvollständiges oder fehlerhaftes Deckblatt sticht sofort negativ heraus und kann – oft unbewusst – die Erwartungshaltung an den Rest Ihrer Arbeit senken.

Die psychologie hinter der ersten seite
Stellen Sie sich einfach mal vor, ein Dozent nimmt zwei Arbeiten vom Stapel. Die eine hat ein klares, strukturiertes Layout, alle Angaben sind korrekt und vollständig aufgeführt. Die andere hingegen hat eine verspielte Schriftart, der Name des Betreuers ist falsch geschrieben und die Abstände wirken völlig willkürlich. Welche Arbeit wird wohl mit einer positiveren Grundeinstellung gelesen?
Die Antwort liegt auf der Hand. Ein professionelles Deckblatt schafft Vertrauen und suggeriert, dass auch der Hauptteil ebenso gründlich und sorgfältig erarbeitet wurde. Es ist quasi ein nonverbales Versprechen an den Leser, dass die folgenden Seiten die gleiche Qualität aufweisen.
Ein gelungenes Deckblatt ist wie ein fester Händedruck: Es vermittelt Kompetenz und Selbstvertrauen. Ein kleiner Fehler hier kann schnell den Eindruck erwecken, dass auch im Inhalt mit ähnlicher Nachlässigkeit zu rechnen ist.
Konkrete auswirkungen auf die bewertung
Auch wenn das Deckblatt selbst nur selten direkt benotet wird, hat es doch einen spürbaren Einfluss auf die formale Bewertung. In vielen Prüfungsordnungen sind Punktabzüge für formale Mängel vorgesehen, und die fangen eben schon auf der ersten Seite an. Typische Fehler, die sofort einen schlechten Eindruck hinterlassen, sind zum Beispiel:
- Unvollständige Angaben: Eine fehlende Matrikelnummer oder ein falsches Abgabedatum sorgen direkt für administrativen Mehraufwand und wirken flüchtig.
- Inkonsistente Formatierung: Unterschiedliche Schriftgrößen oder falsch gesetzte Zeilenabstände lassen das gesamte Dokument unprofessionell und überhastet aussehen.
- Falsche Bezeichnungen: Der exakte Titel Ihres Studiengangs oder der korrekte akademische Grad des Betreuers sind kleine Details, die aber Respekt vor der Institution und den Personen zeigen.
Diese Punkte mögen für sich genommen klein erscheinen, aber in der Summe prägen sie das Bild Ihrer akademischen Arbeitsweise. Ein perfektes Deckblatt ist also kein Selbstzweck, sondern ein strategischer Schachzug für eine bessere Gesamtnote. Es zeigt, dass Sie die formalen und inhaltlichen Aspekte einer wissenschaftlichen Arbeit gleichermaßen beherrschen. Umfassende Anleitungen, wie man eine Hausarbeit schreibt, die wirklich überzeugt, unterstreichen ebenfalls, wie wichtig dieser starke Einstieg ist.
Was auf dein deckblatt gehört: Die unverzichtbaren bausteine
Ein Deckblatt ist weit mehr als nur die erste Seite deiner Arbeit. Es ist die Visitenkarte, die alle wichtigen Informationen bündelt und eine schnelle, fehlerfreie administrative Zuordnung sicherstellt. Auch wenn sich die Details von Uni zu Uni oder sogar von Institut zu Institut unterscheiden, gibt es einen festen Kern an Angaben, die einfach immer draufmüssen.

Sieh diese Bausteine nicht als lästige Pflichtübung, sondern als das Fundament, das deine Arbeit fest im universitären System verankert. Jede einzelne Angabe hat ihren Zweck – von der eindeutigen Identifikation bis hin zur späteren Archivierung.
Damit du nichts vergisst, habe ich eine Checkliste der wichtigsten Pflichtangaben zusammengestellt. Diese Tabelle gibt dir einen schnellen Überblick über die absolut notwendigen Informationen, die auf jedes Deckblatt gehören.
Checkliste der pflichtangaben auf dem deckblatt
| Element | Beschreibung und Beispiel | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
| Hochschule & Fakultät | Der offizielle, vollständige Name. Z. B. „Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Philosophische Fakultät“ | Abkürzungen wie „Uni Bonn“ verwenden oder die Fakultät vergessen. |
| Institut/Seminar | Die genaue Organisationseinheit, die die Veranstaltung anbietet. Z. B. „Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft“ | Die Angabe wird weggelassen, was die Zuordnung erschwert. |
| Titel der Arbeit | Exakter Wortlaut, wie bei der Anmeldung angegeben. Ein Untertitel kommt direkt darunter. | Tippfehler im Titel oder Abweichungen von der angemeldeten Version. |
| Art der Arbeit | Klare Benennung, was es ist. Z. B. „Bachelorarbeit“, „Hausarbeit im Proseminar“, „Masterarbeit“ | Vage Formulierungen wie „Wissenschaftliche Ausarbeitung“. |
| Veranstaltung & Semester | Vollständiger Name der Lehrveranstaltung und das zugehörige Semester. Z. B. „Hauptseminar: Literatur der Weimarer Republik, Sommersemester 2024“ | Das Semester wird vergessen, was bei wiederkehrenden Seminaren zu Verwirrung führt. |
| Dein Name & Matrikelnummer | Dein vollständiger Name und deine Matrikelnummer. Die Nummer ist dein wichtigster Identifikator! | Zahlendreher in der Matrikelnummer oder ein fehlender zweiter Vorname. |
| Deine Kontaktdaten | Vollständige Anschrift, E-Mail-Adresse (die Uni-Mail!). Telefonnummer nur, falls explizit gefordert. | Eine veraltete Anschrift oder eine private E-Mail-Adresse angeben. |
| Prüfer/Betreuer | Der vollständige Name und alle Titel der betreuenden Person. Z. B. „Prof. Dr. Erika Mustermann“ | Titel wie „Prof. Dr.“ werden vergessen oder falsch geschrieben. |
| Abgabedatum | Das Datum, an dem du die Arbeit einreichst. | Das Datum der Erstellung statt des tatsächlichen Abgabetages eintragen. |
Mit dieser Liste hast du eine solide Grundlage. Prüfe aber unbedingt immer noch einmal die spezifischen Vorgaben deines Instituts – manchmal gibt es kleine, aber feine Unterschiede.
Die angaben im detail
Lass uns die einzelnen Punkte noch einmal genauer unter die Lupe nehmen.
Beginnen wir ganz oben: der offizielle Rahmen. Hier verortest du deine Arbeit im institutionellen Kontext. Dazu gehören der vollständige Name deiner Hochschule und die zugehörige Fakultät oder der Fachbereich. Sei hier so präzise wie möglich! „Uni München“ reicht nicht, es muss „Ludwig-Maximilians-Universität München“ heißen. Das Gleiche gilt für dein Institut und deinen genauen Studiengang, zum Beispiel „Bachelor of Arts in Germanistik“.
Diese Details sind entscheidend, damit deine Leistung korrekt im Prüfungsamt landet. Ungenaue Angaben sind der häufigste Grund für unnötigen Verwaltungsaufwand und nervige Rückfragen.
Das Herzstück deines Deckblatts sind die Daten zu deiner Arbeit. Allen voran natürlich der Titel. Er muss absolut identisch mit der angemeldeten Version sein – keine kreativen Änderungen in letzter Minute! Ein eventueller Untertitel gehört direkt darunter, meist in einer etwas kleineren Schriftgröße.
Ein prägnanter, sauber formulierter Titel ist nicht nur eine formale Pflicht. Er ist dein Aushängeschild und zeigt, dass du den Kern deiner Forschung auf den Punkt bringen kannst.
Genauso wichtig ist die klare Benennung der Art der Arbeit, also ob es eine „Hausarbeit“, „Bachelorarbeit“ oder „Masterarbeit“ ist. Das signalisiert dem Prüfer sofort, welchen Umfang und welche wissenschaftliche Tiefe er erwarten kann.
Zum Schluss kommen deine persönlichen Daten. Hier musst du dich als Verfasser eindeutig identifizieren. Diese Angaben stehen meist im unteren Drittel des Deckblatts.
Dazu gehören dein vollständiger Name, deine Anschrift und vor allem deine Matrikelnummer. Sie ist die wichtigste Ziffer zur Identifikation. Oft werden auch deine Uni-E-Mail-Adresse, der vollständige Name deines Betreuers (mit allen Titeln!) und natürlich das Abgabedatum verlangt.
Eine saubere und vollständige Angabe dieser Daten ist ein klares Zeichen von Sorgfalt und Professionalität. Das Prinzip gilt übrigens nicht nur an der Uni. Auch im Berufsleben ist ein professioneller Auftritt entscheidend, bei dem alle essenzielle Bestandteile der Corporate Identity stimmen müssen. Wenn du diese Punkte beachtest, meisterst du die erste formale Hürde deiner wissenschaftlichen Arbeit mit Bravour.
Layout und Format: Der letzte Schliff für einen professionellen Eindruck
Selbst wenn alle Pflichtangaben auf Ihrem Deckblatt stehen, kann ein unruhiges oder unprofessionelles Layout den ersten Eindruck empfindlich stören. Die visuelle Gestaltung ist kein nettes Extra, sondern ein klares Signal für Ihre Sorgfalt und Professionalität. Es geht darum, eine klare visuelle Hierarchie zu schaffen, die den Blick des Lesers lenkt und die Informationen angenehm aufbereitet.

Ein harmonisches Gesamtbild entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer kleiner, aber entscheidender Details. Von der Schriftart über die Anordnung der Textblöcke bis hin zur korrekten Seitennummerierung – jedes Element trägt dazu bei, dass Ihr Deckblatt nicht nur informativ, sondern auch ästhetisch ansprechend ist.
Die Wahl der richtigen Schriftart
Die Schriftart legt den Grundton für Ihre gesamte Arbeit fest. Hier ist kein Platz für Experimente. Akademische Arbeiten folgen klaren Konventionen, und das aus gutem Grund: Lesbarkeit und Seriosität stehen im Vordergrund.
- Der Klassiker (Serifenschriften): Times New Roman ist die unangefochtene Standardwahl für gedruckte Arbeiten. Die kleinen „Füßchen“ (Serifen) an den Buchstabenenden führen das Auge und erleichtern das Lesen langer Texte. Sie wirkt traditionell und absolut seriös.
- Die moderne Alternative (Serifenlose Schriften): Schriften wie Arial oder Calibri sind besonders am Bildschirm gut lesbar. Sie vermitteln einen klaren, sachlichen und aufgeräumten Eindruck.
Egal, für welche Sie sich entscheiden: Bleiben Sie konsequent bei einer Schriftart für die gesamte Arbeit. Eine fast immer akzeptierte Größe ist 12 Punkt für den Fließtext. Der Titel auf dem Deckblatt darf als Blickfang natürlich größer sein – 14 oder 16 Punkt, gerne auch fettgedruckt, sind hier eine gute Wahl.
Anordnung und Ausrichtung der Elemente
Wie Sie die einzelnen Informationsblöcke auf der Seite verteilen, entscheidet über die visuelle Balance. Ein ungleichmäßig gestaltetes Deckblatt wirkt schnell unordentlich und überladen.
Die zentrierte Ausrichtung ist der sicherste und gängigste Weg. Dabei werden alle Textblöcke horizontal in der Mitte der Seite platziert. Das Ergebnis ist ein symmetrisches und formelles Erscheinungsbild, das sofort Professionalität ausstrahlt.
Eine andere Möglichkeit ist eine Kombination aus zentriertem Titel und linksbündigen Blöcken. Der Titel der Arbeit steht dann groß und mittig, während persönliche Angaben (Name, Matrikelnummer) im unteren Bereich linksbündig angeordnet sind. Wichtig ist, immer großzügig mit Weißraum zu arbeiten. Leere Flächen sind kein verschenkter Platz, sondern helfen dabei, die einzelnen Informationsblöcke voneinander abzugrenzen und eine überladene Optik zu vermeiden. Die richtige Formatierung ist entscheidend, und wenn Sie tiefer einsteigen wollen, finden Sie hier Tipps, wie Sie Ihre gesamte wissenschaftliche Arbeit formatieren und so für ein stimmiges Gesamtbild sorgen.
Ein gut gestaltetes Deckblatt nutzt Weißraum strategisch. Er gruppiert Informationen und gibt dem Auge des Betrachters Orientierung. Hier gilt fast immer: Weniger ist mehr.
Der Sonderfall Seitennummerierung
Hier lauert eine der häufigsten Fehlerquellen bei der Formatierung. Die Regel ist eigentlich simpel, doch die technische Umsetzung in Programmen wie Word kann einen schon mal zur Verzweiflung bringen.
Die Konvention lautet: Das Deckblatt ist die erste Seite und wird als solche gezählt, aber die Seitenzahl selbst wird darauf niemals angezeigt. Die sichtbare Nummerierung startet erst auf der zweiten Seite (in der Regel das Inhaltsverzeichnis) mit der Ziffer „2“.
Um das in Word hinzubekommen, fügen Sie nach dem Deckblatt einen Abschnittsumbruch ein. Anschließend klicken Sie in die Kopf- oder Fußzeile der zweiten Seite und aktivieren die Option „Erste Seite anders“. Damit entkoppeln Sie die Formatierung des Deckblatts vom Rest des Dokuments und können die Seitenzahl nur für diesen ersten Abschnitt ausblenden. Diese kleine technische Finesse ist ein Detail, das Ihrem Betreuer zeigt, dass Sie sich wirklich mit den formalen Anforderungen auseinandergesetzt haben.
Typische Fehler, die Sie einfach vermeiden können
Ein perfektes Deckblatt ist keine Hexerei. Vielmehr ist es das Ergebnis von Sorgfalt und einem geschulten Auge für Details. Doch gerade weil es auf den ersten Blick so simpel wirkt, schleichen sich schnell Flüchtigkeitsfehler ein, die den so wichtigen ersten Eindruck trüben. Diese Fehler sind nicht nur ärgerlich, sondern auch absolut vermeidbar.

Die gute Nachricht ist: Wenn Sie die häufigsten Stolpersteine kennen, können Sie sie gezielt umschiffen. Schauen wir uns also an, wo die meisten Studierenden unnötig Punkte verschenken und wie Sie es von Anfang an besser machen.
Inkonsistenzen in der Formatierung
Einer der Klassiker unter den Fehlern ist ein uneinheitliches Layout. Der Titel ist in Arial 16 fett formatiert, der eigene Name aber plötzlich in Times New Roman 12. Solche Stilbrüche stören das Auge und lassen das Deckblatt unprofessionell und zusammengewürfelt aussehen.
Am besten legen Sie von Anfang an eine einzige Schriftart fest (z. B. Arial oder Times New Roman) und definieren klare Schriftgrößen für die verschiedenen Elemente. Und dann heißt es: konsequent dabeibleiben.
Ein konsistentes Design ist kein Luxus, sondern ein Zeichen von Professionalität. Es signalisiert dem Prüfer, dass Sie strukturiert und planvoll arbeiten – eine Schlüsselkompetenz im wissenschaftlichen Arbeiten.
Veraltete oder ungenaue Angaben
Universitäten sind lebendige Organisationen. Institute werden umbenannt, Studiengänge neu geordnet und Dozenten wechseln ihre Positionen. Ein Deckblatt, das noch eine veraltete Modulbezeichnung oder den falschen akademischen Titel des Betreuers aufführt, schreit förmlich nach mangelnder Recherche.
Gleiches gilt für die eigenen Daten. Eine vergessene Matrikelnummer oder ein falsches Abgabedatum sorgen für administrativen Mehraufwand und wirken schlicht nachlässig.
Solche Fehler sind tatsächlich weit verbreitet. Untersuchungen zeigen, dass 63 % der Studierenden mindestens eine Pflichtangabe wie die Matrikelnummer vergessen. Das führt in 45 % der Fälle zu formalen Punktabzügen. Mehr zu solchen Richtlinien finden Sie in diesem umfassenden Leitfaden zur Formatierung wissenschaftlicher Arbeiten.
Unprofessionelle visuelle Elemente
Manche Studierende meinen es gut und wollen ihr Deckblatt mit visuellen Elementen aufwerten. Das Logo der Universität kann, wenn es die Vorgaben erlauben, eine gute Idee sein. Eine unscharfe, verpixelte Version oder ein selbst gebasteltes Clipart sind es aber definitiv nicht.
Was Sie unbedingt vermeiden sollten:
- Bunte Schriftfarben: Bleiben Sie bei klassischem Schwarz. Das wirkt immer professionell.
- Verspielte Schriftarten: Comic Sans oder ähnliche Fonts haben auf einer wissenschaftlichen Arbeit nichts zu suchen.
- Unnötige Grafiken oder Rahmen: Hier gilt ganz klar: Weniger ist mehr.
Der Typo-Teufel und grammatikalische Fallstricke
Tippfehler sind wohl der ärgerlichste Klassiker. Eine „Martikelnummer“ statt „Matrikelnummer“ oder der falsch geschriebene Name des Prüfers sind nicht nur peinlich, sondern zeigen auch, dass Sie nicht sorgfältig Korrektur gelesen haben.
Ein weiterer Fallstrick lauert in der Grammatik des Titels. Passt die Formulierung? Spiegelt der Titel wirklich genau das wider, was Sie in Ihrer Arbeit untersuchen? Gerade bei längeren, komplexen Titeln lohnt es sich, die Satzstruktur noch einmal von einer anderen Person gegenlesen zu lassen.
Die formale Sorgfalt zieht sich übrigens durch die gesamte Arbeit, insbesondere beim Zitieren. Falls Sie unsicher sind, wie Sie Quellen korrekt angeben, finden Sie in unserem Blogbeitrag APA 7 zitieren wie ein Profi wertvolle Unterstützung.
Indem Sie diese typischen Fehlerquellen kennen und Ihr Deckblatt vor der Abgabe einer letzten, kritischen Prüfung unterziehen, sichern Sie sich einen makellosen ersten Eindruck. So vermeiden Sie unnötige Punktabzüge, bevor überhaupt jemand den ersten Satz Ihrer Arbeit gelesen hat.
Word-Vorlagen – So nutzen Sie sie richtig, ohne in die Falle zu tappen
Vorlagen für Deckblätter sind eine feine Sache, aber auch ein zweischneidiges Schwert. Klar, sie können eine Menge Zeit sparen und helfen, grobe Layout-Fehler von vornherein zu vermeiden. Aber wer eine Vorlage einfach nur blind übernimmt, ohne sie genau zu prüfen und anzupassen, liefert oft ein Ergebnis ab, das mehr schadet als nützt.
Der Trick ist, eine Vorlage nicht als fertiges Produkt zu sehen, sondern als clevere Starthilfe. Schauen Sie am besten zuerst auf der Webseite Ihrer Hochschule oder Ihres Instituts vorbei. Dort gibt es oft offizielle Word-Vorlagen, die schon die wichtigsten Vorgaben wie Seitenränder, die Platzierung des Logos und die nötigen Pflichtangaben berücksichtigen. Das ist die ideale Basis.
Vom Platzhalter zum perfekten Deckblatt
So eine Vorlage ist natürlich voller Platzhalter: [Ihr Name], [Titel der Arbeit] und so weiter. Der klassische Fehler, den ich immer wieder sehe, ist, dass Studierende diese Felder einfach nur ausfüllen und sich nicht weiter um die Formatierung kümmern. Das Problem: Wenn Sie Text von woanders reinkopieren, übernimmt Word oft dessen ursprüngliche Formatierung. Das Ergebnis ist dann ein unschöner Mischmasch aus verschiedenen Schriftarten und -größen.
Mein Tipp aus der Praxis: Fügen Sie Ihre Texte immer als unformatierten Text ein. Das geht in Word ganz einfach über Einfügen > Inhalte einfügen > Unformatierter Text. Noch schneller ist die Tastenkombination Strg + Leertaste, nachdem Sie den eingefügten Text markiert haben. Damit entfernen Sie alle alten Formatierungen und können dem Text anschließend sauber den Stil zuweisen, den die Vorlage vorsieht.
Eine Vorlage liefert nur das Gerüst. Die Sorgfalt, die Sie beim Anpassen zeigen, spiegelt am Ende Ihre Arbeitsweise wider. Nehmen Sie sich diese Zeit – der erste Eindruck zählt.
Typische Anpassungen, die fast immer nötig sind
Selbst die beste Vorlage ist selten auf Anhieb 100 % passend für Ihre Arbeit. Es gibt ein paar typische Stolpersteine, auf die Sie unbedingt achten sollten:
- Das Hochschullogo: Prüfen Sie, ob das Logo aktuell und in einer hohen Auflösung eingefügt ist. In vielen Vorlagen schlummern veraltete oder verpixelte Versionen. Die korrekte Datei finden Sie meistens im Presse- oder Download-Bereich auf der offiziellen Webseite Ihrer Fakultät.
- Die Seitenränder: Werfen Sie einen genauen Blick in Ihre Prüfungsordnung und vergleichen Sie die dort geforderten Ränder mit den Einstellungen in der Vorlage (unter
Layout > Seitenränder). Manchmal reicht schon eine Abweichung von 0,5 cm, um als formaler Mangel durchzufallen. - Aktualität der Angaben: Stimmen die Bezeichnungen noch? Heißt das Institut noch so wie in der Vorlage? Ist der akademische Titel Ihres Betreuers korrekt angegeben? Solche Details ändern sich öfter, als man denkt, und ein Fehler an dieser Stelle wirkt nachlässig.
Wenn Sie eine Vorlage nicht nur passiv ausfüllen, sondern aktiv an Ihre Bedürfnisse anpassen, ist das schon die halbe Miete. So stellen Sie sicher, dass Ihr wissenschaftliches Arbeiten Deckblatt nicht nur formal korrekt ist, sondern auch Professionalität und Sorgfalt ausstrahlt.
Häufige Fragen rund ums Deckblatt – kurz und knapp beantwortet
Im Unialltag gibt es so ein paar Klassiker, die immer wieder für Unsicherheit sorgen. Gerade beim Deckblatt, dem Aushängeschild jeder Haus- oder Abschlussarbeit, bleiben oft kleine, aber feine Detailfragen offen, selbst wenn man die Richtlinien schon dreimal gelesen hat.
Hier habe ich die häufigsten Stolpersteine für Sie zusammengefasst – eine Art Erste-Hilfe-Kasten, um letzte Zweifel aus dem Weg zu räumen und das wissenschaftliches arbeiten deckblatt selbstbewusst abzuschließen.
Muss das Uni-Logo auf das Deckblatt oder nicht?
Diese Frage kommt wirklich ständig. Die ehrliche Antwort ist: Es kommt drauf an. Eine allgemeingültige Regel gibt es hier nicht, entscheidend sind allein die Vorgaben Ihres Instituts oder Lehrstuhls.
Viele Fachbereiche stellen offizielle Word-Vorlagen zur Verfügung, in denen das Logo schon perfekt eingebunden ist. Wenn es keine klare Anweisung dazu gibt, ist es meistens klüger, das Logo einfach wegzulassen. Ein verpixeltes oder falsch skaliertes Logo sieht schnell unprofessionell aus – und das fällt negativ auf.
Mein Tipp aus der Praxis: Falls Sie das Logo verwenden dürfen (oder sollen), dann bitte nur die offizielle Version von der Uni-Website. Suchen Sie nach dem Presse- oder Corporate-Design-Bereich. Nur dort bekommen Sie eine hochauflösende Datei, die im Druck auch wirklich scharf aussieht.
Zählt das Deckblatt zur Seitenzahl dazu?
Ja, das Deckblatt ist die erste Seite Ihrer Arbeit und wird bei der Gesamtzahl der Seiten mitgezählt. Der entscheidende Punkt ist aber: Die Seitenzahl selbst wird darauf nie angezeigt. Die Nummerierung startet sichtbar erst auf der nächsten Seite (meist das Inhaltsverzeichnis) mit der Ziffer „2“.
Das ist eine dieser kleinen Formalia, an denen Prüfer sofort erkennen, ob man sich mit den wissenschaftlichen Standards auskennt. In Word lässt sich das übrigens recht einfach umsetzen: Fügen Sie nach dem Deckblatt einen Abschnittsumbruch ein und aktivieren Sie dann in den Kopf- und Fußzeilen-Einstellungen die Option „Erste Seite anders“.
Welche Schriftgröße nehme ich für den Titel?
Der Titel Ihrer Arbeit muss natürlich sofort ins Auge springen. Eine gute visuelle Hierarchie macht das Deckblatt übersichtlich und professionell.
- Titel der Arbeit: Hier dürfen Sie ruhig etwas größer werden. 14 bis 16 Punkt, oft auch fett gedruckt, ist ein gängiger Standard.
- Andere Angaben: Ihr Name, Matrikelnummer, Betreuer und die restlichen Infos sollten kleiner sein. Hier sind 11 oder 12 Punkt üblich, also die gleiche Größe wie im Fließtext.
Das Wichtigste ist aber die Einheitlichkeit. Bleiben Sie bei einer seriösen Schriftart wie Times New Roman oder Arial und wenden Sie diese konsequent an.
Darf ich das Deckblatt kreativ gestalten?
Hier ein ganz klares und entschiedenes: Nein. Eine wissenschaftliche Arbeit ist kein Design-Wettbewerb. Bunte Farben, verschnörkelte Schriftarten, Bilder oder irgendwelche Rahmen haben hier absolut nichts zu suchen.
So etwas wirkt nicht nur unprofessionell, sondern kann Ihnen im schlimmsten Fall als mangelndes Verständnis für akademische Gepflogenheiten ausgelegt werden. Halten Sie es schlicht, sauber und übersichtlich. Professionalität und Seriosität sind das A und O. Mit einem minimalistischen, formal korrekten Deckblatt machen Sie garantiert alles richtig.
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