Wie schreibt man einleitung: Sofort überzeugt der perfekte Einstieg

Eine gute Einleitung für eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben, ist eigentlich gar nicht so schwer, wenn man das Prinzip einmal verstanden hat. Im Grunde geht es immer darum, mit einem interessanten Aufhänger zu starten, das Thema in den Forschungsstand einzuordnen, ein klares Problem aufzuzeigen und daraus die eigene Forschungsfrage abzuleiten. Zum Schluss geben Sie noch einen kurzen Überblick, wie Sie vorgehen werden. Das ist der rote Faden, den Ihr Betreuer sucht – und der ihm von der ersten Seite an zeigt, dass Sie Ihr Handwerk verstehen.
Warum die Einleitung über den Erfolg Ihrer Arbeit entscheidet
Die Einleitung ist so viel mehr als nur ein Pflichtteil am Anfang. Sie ist der erste – und oft entscheidende – Eindruck, den Sie bei Ihrem Prüfer hinterlassen. Hier stellt sich heraus, ob Ihre Arbeit als fundiert und durchdacht wahrgenommen wird oder direkt im Stapel der unstrukturierten Texte landet. Ein starker Einstieg hat eine enorme psychologische Wirkung und signalisiert sofort: Hier weiß jemand, wovon er schreibt.
Versetzen Sie sich mal in die Lage Ihres Dozenten, der Dutzende von Arbeiten korrigieren muss. Eine Einleitung, die ohne Umschweife auf den Punkt kommt und die Relevanz des Themas klar macht, fällt sofort positiv auf. Sie weckt echtes Interesse und motiviert, der folgenden Argumentation auch wirklich aufmerksam zu folgen.

Der erste Eindruck zählt – wirklich
Ich sehe es immer wieder: Viele Studierende verschenken gerade hier wertvolle Punkte. Sie starten mit nichtssagenden Floskeln oder beschreiben das Problem so vage, dass man als Leser sofort einen unvorbereiteten Eindruck bekommt. Eine präzise und sauber strukturierte Einleitung ist dagegen wie ein Versprechen: Hier erwartet Sie eine Analyse, die Hand und Fuß hat.
Die Zeit, die Sie in diese ersten Absätze investieren, ist eine der besten Investitionen in Ihre Note. Es geht nicht darum, schon alles zu verraten, sondern eine verständliche Landkarte für die Reise durch Ihre Argumentation zu zeichnen.
Eine exzellente Einleitung beantwortet drei unausgesprochene Fragen des Lesers: Warum ist dieses Thema wichtig? Was genau wird untersucht? Und wie wird der Autor vorgehen?
Was eine gute Einleitung wirklich ausmacht
Der Unterschied zwischen einer mittelmäßigen und einer erstklassigen Einleitung liegt oft im Detail. Es reicht nicht, einfach nur die formalen Kriterien abzuhaken. Eine gute Einleitung erzählt eine überzeugende Geschichte.
- Sie schafft Relevanz: Sie zeigt auf, warum Ihr spezifisches Thema wichtig ist – sei es für eine aktuelle wissenschaftliche Debatte oder zur Lösung eines praktischen Problems.
- Sie formuliert präzise: Ihre Forschungsfrage ist kein diffuses Interesse, sondern eine klar umrissene, untersuchbare Frage.
- Sie ist ein Wegweiser: Der Gliederungsüberblick ist keine reine Aufzählung, sondern leitet logisch her, warum die Arbeit genau so aufgebaut ist und nicht anders.
Ein klassischer Fehler ist es, die Einleitung als lästigen Pflichtteil ganz zum Schluss hinzuschreiben. Sehen Sie sie stattdessen als Ihr strategisches Werkzeug, das von Anfang an die Richtung weist. Mit ihr stecken Sie den Rahmen ab, in dem sich Ihre gesamte Arbeit bewegt, und führen den Leser souverän durch Ihre Gedankenwelt.
Der praxiserprobte Aufbau einer starken Einleitung
Wer lernt, wie man eine Einleitung schreibt, lernt im Grunde ein universelles Rezept. Es gibt eine bewährte Struktur, die sich über Jahre an fast jeder Hochschule durchgesetzt hat. Warum? Weil sie logisch ist und es dem Prüfer leicht macht, den Gedankengang sofort nachzuvollziehen. Stellen Sie sich den Aufbau wie eine Argumentationskette vor: Jedes Glied baut auf dem vorherigen auf und führt den Leser zielsicher zur Forschungsfrage.
Dieses Prinzip ist gar nicht so weit entfernt von anderen Bereichen. Denken Sie an den Aufbau einer Landingpage, die Besucher gezielt zu einer Handlung führen soll. Auch dort muss der Einstieg fesseln und eine klare Erwartungshaltung schaffen, sonst springen die Leute ab.
H3: Den Leser mit einem starken Einstieg abholen
Der erste Satz ist entscheidend. Er bestimmt, ob Ihr Betreuer neugierig wird oder gelangweilt weiterblättert. Ein absolutes No-Go sind daher Allgemeinplätze wie „Seit Anbeginn der Zeit…“ oder „In der heutigen Gesellschaft ist es wichtig, dass…“. Das ist Füllmaterial und signalisiert Unsicherheit. Starten Sie lieber direkt und themenbezogen.
Aus meiner Erfahrung gibt es drei Methoden, die fast immer funktionieren:
- Der aktuelle Aufhänger: Beginnen Sie mit einem brandaktuellen Ereignis, einer überraschenden Statistik oder einer neuen Studie. Das zeigt sofort, warum Ihr Thema gerade jetzt relevant ist.
- Die provokante These: Werfen Sie eine Behauptung in den Raum, die der gängigen Meinung widerspricht. Das zwingt zum Nachdenken und macht neugierig auf Ihre Argumentation.
- Die zentrale Definition: Klären Sie direkt zu Beginn einen Schlüsselbegriff, wenn das gesamte Verständnis Ihrer Arbeit davon abhängt. Das schafft von Anfang an Klarheit.
Der Einstieg soll nicht nur Aufmerksamkeit erregen. Er muss vom ersten Wort an die Relevanz Ihres Themas untermauern.
H3: Das Thema im wissenschaftlichen Kontext verorten
Nachdem Sie den Leser an der Hand haben, müssen Sie zeigen, dass Sie nicht bei null anfangen. Ordnen Sie Ihr Thema in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs ein. Wer hat sich schon damit beschäftigt? Welche Standpunkte gibt es? Und vor allem: Wo sind die Widersprüche oder offenen Fragen?
Dieser Teil ist keine reine Fleißarbeit, bei der Sie wahllos Literatur zusammenfassen. Ihr Ziel ist es, eine ganz konkrete Forschungslücke aufzuspüren. Beschreiben Sie kurz die wichtigsten Positionen in der Debatte und deuten Sie an, wo Ihre Arbeit ansetzt, um diese Lücke zu füllen.
Eine gute Einleitung funktioniert wie ein Trichter: Sie beginnt breit, um das Thema allgemein einzuführen, verengt sich dann aber Schritt für Schritt, bis sie bei Ihrer ganz spezifischen Forschungsfrage ankommt.
H3: Die Problemstellung und Forschungsfrage formulieren
Die Forschungslücke ist identifiziert – und genau daraus leiten Sie jetzt das konkrete Problem ab, das Ihre Arbeit lösen will. Die Problemstellung erklärt, warum diese Lücke nicht nur existiert, sondern auch relevant ist. Sie ist der logische Höhepunkt Ihrer bisherigen Argumentation.
Direkt aus diesem Problem ergibt sich dann das Herzstück Ihrer gesamten Arbeit: die Forschungsfrage. Diese muss präzise, unmissverständlich und vor allem beantwortbar sein. Nach dem Lesen der Frage darf es keinerlei Zweifel mehr geben, was genau Sie untersuchen werden.
H3: Den roten Faden aufzeigen: der Aufbau der Arbeit
Zum Schluss geben Sie dem Leser noch eine Art Landkarte für den Rest Ihrer Arbeit an die Hand. Erklären Sie kurz und bündig, wie Ihre Untersuchung aufgebaut ist und welche Funktion die einzelnen Kapitel erfüllen. Das ist der berühmte „rote Faden“.
Bitte vermeiden Sie dabei simple Aufzählungen wie: „In Kapitel 2 wird X behandelt. In Kapitel 3 folgt Y.“ Formulieren Sie stattdessen logische Übergänge, die den Zweck der Kapitel verdeutlichen: „Auf der Grundlage der in Kapitel 2 erarbeiteten theoretischen Konzepte erfolgt in Kapitel 3 die Analyse der Fallstudien, um…“. So wird klar, warum Ihre Gliederung Sinn ergibt und nicht willkürlich ist.
Um diesen Aufbau noch einmal übersichtlich darzustellen, habe ich die einzelnen Schritte in einer Tabelle zusammengefasst.
Die 5 Bausteine einer perfekten Einleitung
Diese Tabelle gliedert die Einleitung in ihre wesentlichen Bestandteile und erklärt die Funktion sowie den typischen Umfang jedes Elements.
| Baustein | Funktion | Typischer Umfang |
|---|---|---|
| 1. Einstieg (Hinführung) | Interesse wecken und Relevanz des Themas aufzeigen. | 1-2 Absätze |
| 2. Forschungsstand | Thema in den wissenschaftlichen Kontext einordnen und Forschungslücke identifizieren. | 2-3 Absätze |
| 3. Problemstellung & Frage | Konkretes Problem benennen und die zentrale Forschungsfrage präzise formulieren. | 1-2 Absätze |
| 4. Zielsetzung der Arbeit | Das genaue Ziel und den Beitrag zur Forschung klar definieren. | 1 Absatz |
| 5. Aufbau der Arbeit | Den methodischen Aufbau (roter Faden) der Kapitel logisch herleiten. | 1-2 Absätze |
Jeder dieser Bausteine ist entscheidend für eine überzeugende Einleitung. Wenn Sie noch tiefer einsteigen und konkrete Formulierungsbeispiele sehen möchten, empfehle ich Ihnen unseren detaillierten Leitfaden zur Einleitung einer Bachelorarbeit mit Beispielen.
Häufige Fehler, die Ihre Note gefährden – und wie Sie sie vermeiden
Selbst die brillanteste Argumentation im Hauptteil kann eine Arbeit nicht mehr retten, wenn die Einleitung schwach ist. Ich sehe es jedes Semester wieder: dieselben Fehler, die gute Noten verhindern, bevor der Prüfer überhaupt bei den eigentlichen Inhalten angekommen ist. Diese Fallstricke sind aber zum Glück leicht zu umgehen, wenn man sie einmal kennt.
Betrachten Sie diesen Abschnitt als Ihr persönliches Coaching, um die typischen Anfängerfehler direkt zu überspringen. Ich zeige Ihnen anhand klarer Negativbeispiele, was sofort zu Punktabzug führt und – noch wichtiger – wie Sie es besser machen.
Das Spoiler-Verbot: Verraten Sie nicht das Ende des Films
Der wohl häufigste Fehler ist das Vorwegnehmen von Ergebnissen. Denken Sie an einen guten Krimi: Die Einleitung soll neugierig machen, nicht verraten, wer der Mörder ist. Sie legen den Weg fest, den Sie gehen werden, aber Sie enthüllen nicht, was Sie am Ziel finden.
So bitte nicht: „In dieser Arbeit wird gezeigt, dass Maßnahme X zu einer signifikanten Umsatzsteigerung führt.“
Besser so: „Diese Arbeit untersucht, ob Maßnahme X das Potenzial hat, eine Umsatzsteigerung herbeizuführen.“
Dieser feine Unterschied ist psychologisch entscheidend. Im ersten Fall gibt es für den Leser keinen Grund mehr, Ihre Analyse aufmerksam zu verfolgen – das Ergebnis ist ja schon bekannt. Im zweiten Fall erzeugen Sie Spannung und motivieren zum Weiterlesen. Das Fazit ist der Ort für Ihre Ergebnisse, nicht die Einleitung.
Schluss mit vagen Floskeln und Allgemeinplätzen
Ein weiterer echter Notenkiller sind nichtssagende Phrasen. Sätze wie „Seit jeher beschäftigt sich die Menschheit mit…“ oder „Das Thema ist von großer Bedeutung…“ füllen nur Seiten, sagen aber nichts Konkretes aus. Sie signalisieren Ihrem Betreuer vor allem eines: Sie sind entweder schlecht vorbereitet oder kommen nicht auf den Punkt.
Vermeiden Sie diese leeren Worthülsen. Starten Sie stattdessen mit einer präzisen Aussage, einer überraschenden Statistik oder einem aktuellen Bezug. Jeder Satz muss einen klaren Informationswert haben und direkt zu Ihrer Problemstellung hinführen. Ein starker Einstieg ist spezifisch und relevant, nicht allgemein und beliebig.
Diese Visualisierung zeigt den idealen Weg von einem packenden Einstieg über die präzise Forschungsfrage bis hin zum klaren Aufbauplan.

Die Grafik macht deutlich, dass eine erfolgreiche Einleitung einem logischen Trichterprinzip folgt: Sie fängt den Leser breit ein und führt ihn gezielt zur zentralen Forschungsfrage.
Die fehlende oder unklare Forschungsfrage
Die Einleitung muss in einer einzigen, unmissverständlichen Forschungsfrage münden. Manchmal fehlt diese Frage komplett, oder sie ist so schwammig formuliert, dass der Leser rätseln muss, was genau untersucht wird. Das ist ein Kardinalfehler.
Eine schwache Einleitung ist oft der Hauptgrund für eine schlechte Note. Eine Analyse von 5.000 Hausarbeiten zeigte, dass 42 Prozent der Arbeiten aufgrund einer mangelhaften Einleitung eine Note unter 2,5 erhielten. Erfahren Sie mehr über die Hintergründe dieser Studienergebnisse auf bitkom.org.
Ihre Forschungsfrage ist das Herzstück Ihrer Arbeit. Formulieren Sie sie als klare W-Frage (Warum, Wie, Inwiefern?) und stellen Sie sicher, dass sie im Rahmen Ihrer Arbeit auch wirklich beantwortbar ist. Eine präzise Frage führt zu einer fokussierten Untersuchung und damit zu einer besseren Note. Korrekte Sprache ist dabei natürlich unerlässlich, was auch die richtige Interpunktion einschließt. Unsicher? Lesen Sie mehr über die Regeln zur Kommasetzung bei „sowohl als auch“ in unserem weiterführenden Artikel.
Wie smarte KI-Tools wie IntelliSchreiber den Prozess erleichtern
Wissenschaftliches Schreiben hat sich gewandelt. Besonders wenn die Deadline näher rückt und die Einleitung noch ein unbeschriebenes Blatt ist, kann moderne Technologie eine echte Stütze sein. Smarte KI-Tools sind heute viel mehr als plumpe Textgeneratoren – sie sind spezialisierte Assistenten, die den gesamten Schreibprozess beschleunigen und strukturieren können.
Im Gegensatz zu allgemeinen Chatbots, die oft oberflächliche Texte ohne nachprüfbare Quellen ausspucken, sind Werkzeuge wie IntelliSchreiber gezielt auf die Anforderungen des akademischen Arbeitens trainiert. Sie wissen, dass eine gute Einleitung nicht nur aus eleganten Formulierungen besteht, sondern auf einem soliden Fundament aus Fachliteratur stehen muss.
Vom leeren Blatt zum fertigen Entwurf in Minuten
Der wohl größte Vorteil liegt in der Geschwindigkeit. Stellen Sie sich vor, Sie geben lediglich Ihr Thema und eine grobe Gliederung vor und erhalten innerhalb weniger Minuten einen komplett ausformulierten Entwurf für Ihre Einleitung. Das ist keine Science-Fiction mehr.
Solche Tools führen im Hintergrund eine blitzschnelle Literaturanalyse durch. Sie durchforsten relevante wissenschaftliche Datenbanken, erfassen den aktuellen Forschungsstand und decken mögliche Forschungslücken auf – also genau die Schritte, die man von Hand oft in tagelanger Kleinarbeit erledigen muss.
Dieses Bild zeigt die Benutzeroberfläche von IntelliSchreiber, wo Studierende ihr Thema und die gewünschten Eckdaten eingeben.
Die klare und einfache Eingabemaske macht es leicht, direkt loszulegen, ohne sich erst lange einarbeiten zu müssen. Das Tool nimmt die Komplexität aus dem Prozess und macht fortschrittliche Technologie für jeden zugänglich.
Mehr als nur Textbausteine
Die eigentliche Stärke liegt aber darin, wie diese KI-Assistenten eine fundierte, quellenbasierte Argumentation aufbauen. IntelliSchreiber generiert nicht nur den Fließtext, sondern liefert die passenden Zitate und ein vollständiges Literaturverzeichnis gleich mit.
Der entscheidende Punkt bei wissenschaftlichen Arbeiten ist die Nachvollziehbarkeit. Ein KI-Tool, das präzise Zitate mit Seitenangaben liefert, schließt die Lücke zwischen technologischer Effizienz und wissenschaftlicher Redlichkeit.
Diese Funktion ist Gold wert, um unabsichtliche Plagiate zu vermeiden. Jeder generierte Textabschnitt basiert auf echten, überprüfbaren Quellen, was die akademische Integrität wahrt. Gerade für Nicht-Muttersprachler kann das eine enorme Erleichterung sein, um sprachliche Hürden zu überwinden und sich voll auf den Inhalt zu konzentrieren.
Natürlich bedeutet das nicht, dass Sie die Kontrolle abgeben. Sehen Sie den generierten Entwurf als eine solide Grundlage, die Sie anschließend anpassen, verfeinern und mit Ihrer eigenen wissenschaftlichen Stimme versehen.
- Enorme Zeitersparnis: Die Recherche und Formulierung der Einleitung reduziert sich von Tagen auf wenige Minuten.
- Fundierte Qualität: Der Entwurf baut auf aktueller Fachliteratur auf und hilft, eine relevante Forschungslücke zu finden.
- Akademische Sicherheit: Sie erhalten plagiatsfreie Texte mit korrekten, nachprüfbaren Quellenangaben.
Durch den gezielten Einsatz von KI bleibt Ihnen mehr Zeit für das Wesentliche: die eigene Analyse und die kritische Auseinandersetzung mit Ihrem Thema. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, wie Sie diese Technologie verantwortungsvoll einsetzen, finden Sie in unserem Leitfaden für den Einsatz von KI in wissenschaftlichen Arbeiten weitere wertvolle Tipps. So wird die gefürchtete Einleitung zu einem strukturierten und stressfreien Arbeitsschritt.
Ihre Checkliste für die perfekte Einleitung
Ganz ehrlich, bevor Sie Ihre Arbeit abgeben, lohnt sich ein letzter, kritischer Blick. Betrachten Sie diese Checkliste als Ihr persönliches Sicherheitsnetz – ein letzter Check, um sicherzustellen, dass Ihre Einleitung wirklich sitzt und den Leser von der ersten bis zur letzten Zeile überzeugt.
Gehen Sie die folgenden Punkte Punkt für Punkt durch. Seien Sie dabei streng mit sich selbst. Ein „Nein“ ist kein Beinbruch, sondern einfach nur ein Hinweis darauf, wo Sie noch ein wenig nachbessern können.

Inhaltlicher Feinschliff
Hier geht es um das Herzstück Ihrer Einleitung: den Inhalt. Stimmt die Story, die Sie erzählen?
- Der Aufhänger: Packt Ihr erster Satz den Leser wirklich? Oder ist es doch nur eine dieser typischen Floskeln, die man schon hundertmal gelesen hat?
- Die Relevanz: Versteht man sofort, warum Ihr Thema wichtig ist – nicht nur für die Forschung, sondern vielleicht sogar für die Praxis?
- Die Forschungslücke: Haben Sie glasklar herausgearbeitet, wo genau die bisherige Forschung eine Leerstelle lässt, die Ihre Arbeit füllt?
- Die Forschungsfrage: Ist Ihre Frage präzise, unmissverständlich und tatsächlich als Frage formuliert?
Eine starke Einleitung ist wie ein Versprechen an Ihren Betreuer und Ihre Leser. Diese Checkliste hilft Ihnen dabei, dieses Versprechen auch wirklich einzulösen. Jeder gesetzte Haken ist ein kleiner Sieg auf dem Weg zur besseren Note.
Struktur und Form auf dem Prüfstand
Jetzt zoomen wir ein wenig heraus und schauen uns den Aufbau und die formalen Aspekte an.
- Der rote Faden: Haben Sie den Aufbau Ihrer Arbeit so erklärt, dass man die Logik dahinter sofort nachvollziehen kann?
- Keine Spoiler: Ist Ihnen vielleicht aus Versehen schon ein zentrales Ergebnis oder eine Schlussfolgerung aus dem Hauptteil herausgerutscht?
- Die Länge: Passt der Umfang? Als Daumenregel gelten für die Einleitung etwa 5–10 % der Gesamtlänge der Arbeit.
- Die Klarheit: Kommen Sie auf den Punkt oder verlieren Sie sich in schwammigen Formulierungen? Jedes Wort sollte sitzen.
Diese letzte Kontrolle ist oft das, was eine gute Arbeit von einer exzellenten unterscheidet. Nehmen Sie sich diese paar Minuten – Ihr zukünftiges Ich wird es Ihnen danken.
Die häufigsten Fragen zur Einleitung auf einen Blick
Beim Schreiben tauchen immer wieder die gleichen Fragen auf und sorgen für Unsicherheit. Damit Sie gar nicht erst ins Grübeln kommen, habe ich hier die wichtigsten Punkte kurz und bündig für Sie zusammengefasst. So haben Sie einen klaren Plan und können typische Stolpersteine von Anfang an vermeiden.
Wie lang sollte eine Einleitung eigentlich sein?
Die Frage nach der perfekten Länge kommt fast immer zuerst. Eine gute Faustregel, an der man sich orientieren kann, lautet: Die Einleitung sollte etwa 5 bis 10 % des gesamten Textumfangs ausmachen. Bei einer Hausarbeit von 15 Seiten wären das also ungefähr ein bis anderthalb Seiten.
Aber sehen Sie das bitte nicht als starres Gesetz. Bei kürzeren Arbeiten, sagen wir mal 8 Seiten, darf der Anteil ruhig etwas größer ausfallen. Bei einer 80-seitigen Masterarbeit hingegen bewegen Sie sich besser am unteren Ende dieser Spanne. Am Ende zählt nicht die exakte Seitenzahl, sondern dass alle wichtigen Bausteine – vom Einstieg bis zur Gliederung – schlüssig und ohne unnötige Füllwörter untergebracht sind.
Darf ich in der Einleitung schon zitieren?
Ja, auf jeden Fall – aber mit Bedacht. Zitate machen in der Einleitung dann Sinn, wenn Sie einen zentralen Begriff definieren, der für das Verständnis der ganzen Arbeit entscheidend ist. Sich hier auf eine anerkannte wissenschaftliche Autorität zu stützen, schafft direkt eine solide Basis.
Was Sie aber vermeiden sollten, ist, die Einleitung mit Zitaten zu überladen. Der Fokus liegt hier ganz klar auf Ihrer eigenen Hinführung zum Thema und der Formulierung Ihrer Forschungsfrage. Die Einleitung ist Ihre Bühne, keine bloße Aneinanderreihung fremder Gedanken.
Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Schreiben Sie am Anfang eine erste Rohfassung der Einleitung, um die Richtung festzulegen. Die endgültige, polierte Version verfassen Sie aber am besten ganz zum Schluss. Erst wenn Sie den kompletten Überblick haben, können Sie den roten Faden für Ihre Leser am präzisesten nachzeichnen.
Wann ist der beste Moment, die Einleitung zu schreiben?
Hier scheiden sich die Geister. Es gibt zwei Lager: die einen schreiben sie ganz am Anfang, die anderen ganz am Ende. Beides hat seine Berechtigung. Wer die Einleitung zuerst schreibt, hat von Anfang an eine klare Struktur und einen roten Faden. Der Nachteil: Oft ergeben sich während der Recherche neue, spannende Aspekte, und die Einleitung muss dann aufwendig umgeschrieben werden.
Wer sie erst zum Schluss verfasst, kann perfekt auf den fertigen Hauptteil Bezug nehmen. Hier besteht allerdings die Gefahr, dass man unterwegs den Fokus verliert. Aus meiner Erfahrung ist die effektivste Methode eine Kombination aus beidem: Skizzieren Sie zu Beginn einen Entwurf, der Ihnen als Kompass dient. Die finale Überarbeitung machen Sie dann, wenn Hauptteil und Fazit stehen.
Worin genau unterscheiden sich Einleitung und Abstract?
Diese beiden werden oft in einen Topf geworfen, dabei erfüllen sie völlig unterschiedliche Aufgaben.
- Die Einleitung nimmt den Leser an die Hand und führt ihn Schritt für Schritt ins Thema ein. Sie weckt Interesse, stellt die zentrale Frage vor und skizziert den Weg der Argumentation – ohne aber schon Ergebnisse zu verraten.
- Der Abstract (oder die Zusammenfassung) ist ein komplett eigenständiger, kurzer Text, der die gesamte Arbeit quasi im Miniaturformat abbildet. Er nennt Thema, Methode, die wichtigsten Ergebnisse und das Fazit.
Ganz einfach gesagt: Die Einleitung macht neugierig auf die Reise, während der Abstract schon verrät, wie sie ausgeht.
Fühlt sich das Schreiben Ihrer Einleitung immer noch wie eine unüberwindbare Hürde an? IntelliSchreiber kann Ihnen helfen, in wenigen Minuten eine fundierte, quellenbasierte Einleitung zu erstellen, damit Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können. Probieren Sie es aus und starten Sie stressfrei in Ihre nächste Hausarbeit: https://intellischreiber.de