Apa Style Zitieren: So gelingt das Zitieren mit apa style zitieren

Das korrekte Zitieren im APA-Stil ist weit mehr als eine lästige Pflicht – es ist das Fundament deiner wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit und oft das Zünglein an der Waage für eine gute Note. Viele Studierende fühlen sich von den Detailregeln schnell überfordert, was unnötig zu Punktabzügen führt. Dieser Guide räumt mit der Unsicherheit auf und zeigt dir ganz praxisnah, wie du von nun an souverän und korrekt zitierst.
Warum der APA-Stil über deinen Studienerfolg mitentscheidet
Das Zitieren nach APA fühlt sich oft wie die erste große Hürde im Studium an, aber es geht um viel mehr als nur formale Vorgaben. Es ist der Beweis für deine wissenschaftliche Redlichkeit. Jede Haus-, Bachelor- oder Masterarbeit baut auf dem Wissen anderer auf. Mit sauberen Zitaten zeigst du nicht nur Respekt vor der Arbeit von Forschenden, sondern belegst auch, dass deine eigenen Argumente auf einem soliden Fundament stehen.
Wenn du deine Quellen transparent machst, gibst du Dozierenden und anderen Lesenden die Chance, deine Gedankengänge nachzuvollziehen. Das stärkt nicht nur die Überzeugungskraft deiner Arbeit, sondern schützt dich auch effektiv vor dem schlimmsten Vorwurf im akademischen Raum: dem Plagiat.

Ein Blick auf die Fakten
Falls du dich mit Zitationsregeln schwertust, bist du damit definitiv nicht allein. Eine Umfrage des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) von 2021 hat ergeben, dass 68 % der Studierenden Schwierigkeiten beim korrekten Zitieren haben. Die Folgen sind leider messbar: Fehler in der Zitation können die Note um bis zu 15 % verschlechtern, wie eine Studie der Universität Leipzig zeigt. Mehr zu diesen Statistiken zur Quellenarbeit im Studium findest du bei Scribbr.
Wissenschaftliches Arbeiten ist wie ein Gespräch mit Experten, das über Generationen hinweg geführt wird. Zitate sind deine Art, diesen Experten zuzuhören, ihre Beiträge zu würdigen und deine eigene Stimme in die Diskussion einzubringen.
Dieser Leitfaden ist dein praktischer Begleiter, der dir hilft, die Logik hinter den Regeln zu verstehen. Wir konzentrieren uns auf die Fälle, die dir im Studienalltag wirklich begegnen, statt dich mit trockener Theorie zu langweilen. Das Ziel ist klar: Zitieren soll von einer gefürchteten Pflicht zu einer Fähigkeit werden, die du sicher beherrschst.
Was dich in diesem Guide erwartet:
- Praktische Anleitungen: Klare Erklärungen für Zitate im Text und Einträge im Literaturverzeichnis.
- Greifbare Beispiele: Anschauliche Vorlagen für Bücher, Fachartikel, Webseiten und andere gängige Quellen.
- Hilfe für Sonderfälle: So gehst du souverän mit kniffligen Quellen wie YouTube-Videos oder Social-Media-Posts um.
Am Ende wirst du nicht nur wissen, wie man nach APA zitiert, sondern auch verstehen, warum es so wichtig ist. Diese Kompetenz ist dein Schlüssel zu besseren Noten und einem selbstbewussten Auftreten in der akademischen Welt.
Die Grundlagen für Zitate im Text meistern
Der erste und wohl wichtigste Schritt beim korrekten Zitieren nach APA passiert direkt in deinem Text. Diese kleinen Verweise, die sogenannten In-Text-Zitate, sind das Rückgrat deiner wissenschaftlichen Arbeit. Sie sind die Brücke zwischen deinen Gedanken und den Quellen, auf denen sie aufbauen, und sorgen so für die nötige Transparenz und Glaubwürdigkeit.
Jeder dieser Verweise besteht im Kern aus nur zwei bis drei Bausteinen: dem Nachnamen des Autors, dem Erscheinungsjahr und – ganz wichtig bei wörtlichen Zitaten – der Seitenzahl. Die eigentliche Kunst liegt darin, diese Elemente je nach Kontext richtig zusammenzufügen.
Paraphrase oder direktes Zitat?
Im Grunde gibt es zwei Wege, fremdes Wissen in deinen Text zu holen. Die mit Abstand gängigste Methode ist die Paraphrase. Hierbei fasst du die Kernaussage einer Quelle in deinen eigenen Worten zusammen. Das zeigt, dass du den Inhalt wirklich verstanden hast. Für eine Paraphrase reichen in der Regel Autor und Jahr.
Das Gegenstück dazu ist das direkte Zitat. Das übernimmst du Wort für Wort aus dem Original und setzt es in Anführungszeichen. Hier ist die Angabe der Seitenzahl absolut Pflicht, damit deine Leser die Stelle im Originaltext sofort finden können.
Mein Tipp aus der Praxis: Gehe mit direkten Zitaten sparsam um. Sie sind dann Gold wert, wenn eine Formulierung besonders prägnant ist oder du eine zentrale Definition zitierst. Meistens fährst du mit einer guten Paraphrase aber besser, denn sie beweist deine Auseinandersetzung mit dem Thema.
Wo platziere ich die Quellenangabe im Satz?
Je nachdem, wie du deine Sätze baust, hast du zwei elegante Möglichkeiten, den Verweis zu platzieren. Ein guter Mix sorgt für einen angenehmen Lesefluss.
Der Klassiker: Verweis am Satzende
Am häufigsten wirst du die komplette Quellenangabe in Klammern ans Ende eines Satzes oder Gedankens stellen. Das ist die unauffälligste Methode und die Standardlösung, besonders bei Paraphrasen.
- Beispiel für eine Paraphrase: Wissenschaftliches Schreiben baut auf einer präzisen und nachvollziehbaren Argumentation auf (Schmidt, 2023).
- Beispiel für ein direktes Zitat: Die Studie macht deutlich, dass „die Ergebnisse eine klare Korrelation aufzeigen“ (Schmidt, 2023, S. 45).
Die elegante Variante: Im Text integriert
Eine stilistisch oft schönere Alternative ist es, den Namen des Autors direkt in deinen Satz einzuflechten. Dadurch rückt die Person hinter der Forschung mehr in den Fokus. Das Erscheinungsjahr schreibst du dann direkt nach dem Namen in Klammern.
- Beispiel für eine Paraphrase: Schmidt (2023) argumentiert, dass wissenschaftliches Schreiben auf einer präzisen und nachvollziehbaren Argumentation aufbaut.
- Beispiel für ein direktes Zitat: Laut Schmidt (2023) zeigen die Ergebnisse „eine klare Korrelation“ (S. 45).
So gehst du mit mehreren Autoren um
In der Wissenschaft ist es total normal, dass eine Publikation mehrere Verfasser hat. APA hat hierfür klare und zum Glück recht einfache Regeln.
- Bei zwei Autoren: Hier nennst du immer beide Nachnamen. In der Klammer verbindest du sie mit dem kaufmännischen Und-Zeichen (&), im Fließtext mit dem Wort „und“.
- In der Klammer: (Müller & Weber, 2022)
- Im Fließtext: Müller und Weber (2022) fanden heraus ...
- Bei drei oder mehr Autoren: Sobald es drei oder mehr sind, wird es richtig einfach. Du nennst von Anfang an nur den ersten Autor, gefolgt von der Abkürzung „et al.“ (was aus dem Lateinischen kommt und „und andere“ bedeutet).
- In der Klammer: (Jansen et al., 2021)
- Im Fließtext: Jansen et al. (2021) beschreiben ...
Diese Vereinfachung kam mit der 7. Auflage von APA und macht das Zitieren deutlich entspannter als in älteren Versionen. Wenn du noch tiefer in die Feinheiten der Quellenangabe eintauchen möchtest, findest du in unserem Leitfaden zum korrekten Zitieren im Text noch mehr praktische Beispiele.
Wenn du diese Grundlagen sicher beherrschst, hast du den wichtigsten Schritt auf dem Weg zum APA-Profi schon geschafft. Genau diese Details machen am Ende den Unterschied und zeigen, dass du sauber und wissenschaftlich gearbeitet hast.
Das perfekte Literaturverzeichnis nach APA 7 erstellen
Das Literaturverzeichnis ist mehr als nur eine Pflichtübung am Ende deiner Arbeit – es ist die Visitenkarte deiner Recherche. Hier listest du alle Quellen auf, die du im Text zitiert hast, und ermöglichst es deinen Lesern, deine Argumentationskette nachzuvollziehen. Ein sauberes, korrekt formatiertes Verzeichnis zeigt sofort, dass du sorgfältig und wissenschaftlich gearbeitet hast.
Der APA-7-Stil gibt dafür klare und erfreulich logische Regeln vor. Wenn du das Grundprinzip einmal verstanden hast, geht das Erstellen fast von selbst.
Die Grundstruktur eines APA-Literaturverzeichnisses
Im Grunde beantwortet jeder Eintrag im Verzeichnis vier simple Fragen: Wer hat etwas geschrieben? Wann wurde es veröffentlicht? Was ist der Titel? Und wo kann ich es finden? Diese Reihenfolge – Autor, Datum, Titel, Quelle – bildet das Fundament für fast alle Quellentypen.
Zwei formale Aspekte sind dabei entscheidend und geben deinem Literaturverzeichnis den typischen APA-Look:
- Alphabetische Sortierung: Die Einträge werden strikt nach dem Nachnamen des ersten Autors geordnet. Falls du mehrere Werke desselben Autors zitierst, sortierst du diese einfach chronologisch, beginnend mit der ältesten Veröffentlichung.
- Hängender Einzug: Nur die erste Zeile eines Eintrags beginnt ganz links. Alle weiteren Zeilen rücken um 1,27 cm (0,5 Zoll) ein. Dieser kleine Trick sorgt für eine enorme Übersichtlichkeit, weil die Autorennamen sofort ins Auge fallen.
Dieses Schaubild verdeutlicht noch einmal, wie die Angaben im Text mit dem vollständigen Eintrag im Literaturverzeichnis zusammenhängen.

Die Bausteine Autor, Jahr und Seitenzahl im Text sind quasi der Wegweiser zum ausführlichen Eintrag im Literaturverzeichnis.
Die gängigsten Quellentypen im Detail
Im Studium wirst du es meistens mit Büchern, Fachartikeln und Online-Quellen zu tun haben. Schauen wir uns die konkreten Formatierungsregeln dafür einmal genauer an.
So zitierst du ein Buch
Bücher sind der Klassiker und zum Glück unkompliziert zu zitieren. Merk dir einfach: Der Buchtitel wird immer kursiv geschrieben.
- Schema: Nachname, V. (Jahr). Titel des Buches (Auflage, falls nicht die erste). Verlag.
- Praxisbeispiel: Schmidt, P. (2023). Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens (3. Aufl.). Musterverlag.
Handelt es sich um ein Sammelwerk, fügst du nach den Namen der Herausgeber einfach die Abkürzung „(Hrsg.)“ ein.
Fachartikel aus Zeitschriften zitieren
Bei Zeitschriftenartikeln sind ein paar mehr Details gefragt, nämlich der Titel der Zeitschrift, der Jahrgang (Volume) und die Heftnummer (Issue). Ganz wichtig: Hier wird der Titel der Zeitschrift kursiv gesetzt, nicht der Titel des Artikels selbst.
- Schema: Nachname, V. (Jahr). Titel des Artikels. Titel der Zeitschrift, Jahrgang(Heftnummer), Seitenbereich.
- Praxisbeispiel: Meyer, L., & Schulze, F. (2022). Der Einfluss von kognitivem Training auf die Gedächtnisleistung. Zeitschrift für Psychologie, 45(2), 112–125.
Profi-Tipp: Achte auf den DOI (Digital Object Identifier). Das ist eine Art dauerhafter Link zu einem Online-Artikel. Ist ein DOI vorhanden, musst du ihn laut APA 7 immer als klickbaren Link ans Ende des Eintrags setzen. Das ist keine Kür, sondern Pflicht!
- Praxisbeispiel mit DOI: Meyer, L., & Schulze, F. (2022). Der Einfluss von kognitivem Training auf die Gedächtnisleistung. Zeitschrift für Psychologie, 45(2), 112–125. https://doi.org/10.1234/567890
Webseiten und Online-Quellen korrekt aufführen
Das Internet ist eine Goldgrube für Informationen, aber auch sehr schnelllebig. Deshalb sind hier das genaue Veröffentlichungsdatum und die URL besonders wichtig. Bei Online-Artikeln oder Webseiten wird der Titel des Beitrags kursiv formatiert.
- Schema: Autor oder Organisation. (Jahr, Tag. Monat). Titel der Seite. Name der Webseite. URL
- Praxisbeispiel: Robert Koch-Institut. (2024, 15. Mai). Aktuelle Informationen zu COVID-19. https://www.rki.de/covid-19
Ein Abrufdatum („Abgerufen am…“) brauchst du nach APA 7 nur noch in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei Social-Media-Profilen oder sich ständig ändernden Inhalten ohne Archiv. Für die allermeisten stabilen Webseiten kannst du darauf verzichten.
Zugegeben, das manuelle Erstellen eines Literaturverzeichnisses kann Zeit kosten. Wenn du diesen Prozess beschleunigen und Fehlerquellen minimieren willst, kannst du lernen, wie du mit modernen Tools ein Literaturverzeichnis automatisch erstellen und dir damit eine Menge Arbeit ersparen kannst.
Übersichtstabelle der wichtigsten Formate
Als kleine Starthilfe und Spickzettel für den Alltag habe ich hier die wichtigsten Formate für das Zitieren nach APA 7 in einer Tabelle zusammengefasst.
Aufbau von Einträgen im APA-7-Literaturverzeichnis nach Quellentyp
Diese Tabelle zeigt die wesentlichen Bestandteile und das korrekte Format für die häufigsten Quellentypen im APA-7-Stil, um einen schnellen Überblick und eine einfache Anwendung zu ermöglichen.
| Quellentyp | Benötigte Komponenten | Formatierungsbeispiel |
|---|---|---|
| Buch | Autor, Jahr, Titel, Verlag | Nachname, V. (Jahr). Buchtitel. Verlag. |
| Zeitschriftenartikel | Autor, Jahr, Artikeltitel, Zeitschrift, Jahrgang, Heft, Seiten, DOI | Nachname, V. (Jahr). Artikeltitel. Zeitschrift, JG(Heft), S. X–Y. https://doi.org/... |
| Internetquelle | Autor/Organisation, Datum, Titel, Webseite, URL | Organisation. (Jahr, Tag. Monat). Titel. URL |
| Sammelbandkapitel | Autor, Jahr, Kapiteltitel, Herausgeber, Buchtitel, Seiten, Verlag | Nachname, V. (Jahr). Titel des Kapitels. In V. Nachname (Hrsg.), Titel des Buches (S. X–Y). Verlag. |
Wenn du diese Muster konsequent anwendest, wird dein Literaturverzeichnis den wissenschaftlichen Standards spielend gerecht. Es ist der letzte, aber entscheidende Schritt, der deiner Arbeit den professionellen Schliff verleiht.
Spezialfälle und digitale Quellen souverän zitieren
Im Studium findet die Recherche heute fast ausschließlich online statt. Klar, das klassische Lehrbuch und der Fachartikel sind immer noch das A und O. Aber immer öfter stolpert man über unkonventionelle, aber ungemein nützliche Quellen – seien es Unternehmensberichte, Datensätze, Social-Media-Beiträge oder sogar aufschlussreiche YouTube-Videos. Glücklicherweise bietet der APA-Style auch für diese modernen und speziellen Fälle klare und logische Regeln.
Wenn du diese einmal verinnerlicht hast, kannst du die ganze Bandbreite an verfügbarem Wissen für deine Arbeit nutzen, ohne dir ständig Sorgen um formale Fehler machen zu müssen. Sehen wir uns also an, wie du auch knifflige Quellen souverän meisterst.

DOI und URL: Die Wegweiser zu deiner Online-Quelle
In der digitalen Welt gibt es zwei entscheidende Kennungen, die eine Quelle eindeutig und dauerhaft auffindbar machen: der DOI (Digital Object Identifier) und die URL (Uniform Resource Locator). Die APA-7-Regeln geben hier eine ganz klare Priorität vor.
Der DOI ist der Königsweg: Ein DOI ist eine einzigartige, bleibende Kennung für ein digitales Dokument, meist einen wissenschaftlichen Artikel. Findest du einen DOI, musst du ihn immer angeben. Er wird dabei als vollständiger, klickbarer Link formatiert (z. B. https://doi.org/...).
Die URL als Alternative: Hat eine Quelle keinen DOI, ist aber online frei zugänglich – wie ein Blogartikel oder ein Nachrichtenbeitrag –, gibst du die URL an. Wichtig ist hier, direkt auf die spezifische Seite zu verlinken, nicht nur auf die allgemeine Homepage.
Ein häufiger Stolperstein ist die Frage nach dem Abrufdatum. Nach den aktuellen APA-7-Richtlinien brauchst du das Datum des Abrufs („Abgerufen am…“) nur noch in ganz seltenen Ausnahmefällen. Das betrifft Quellen, deren Inhalt sich ständig ändert und die nicht archiviert werden, zum Beispiel ein Social-Media-Profil oder eine dynamische Webseite ohne festes Veröffentlichungsdatum.
Datenplattformen wie Statista richtig zitieren
Datenportale sind für Studierende eine absolute Goldgrube. Wie beliebt etwa Statista in deutschen Hausarbeiten ist, zeigt eine beeindruckende Zahl: Im Jahr 2023 zitierten 62 % der Studierenden an deutschsprachigen Hochschulen Daten von diesem Portal. Der Knackpunkt bei der Zitation ist, zu erkennen, wer der ursprüngliche Urheber der Daten ist, denn Statista ist meist nur der Vermittler.
Wichtig: Du musst immer die Originalquelle angeben, die Statista selbst nennt. Statista ist in diesem Fall quasi der „Herausgeber“ oder die Datenbank, aber nicht der Autor der Studie.
- Beispiel für eine Statista-Zitation:
Bundesagentur für Arbeit. (2023). Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 2005 bis 2023. Statista. Abgerufen am 20. Oktober 2024, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1273/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1991/
Hier siehst du es klar: Die Bundesagentur für Arbeit ist die Autorin der Daten, und Statista ist die Plattform, auf der du sie gefunden hast.
Sammelbandkapitel und Unternehmensberichte
Zwei weitere Fälle, die einem im akademischen Schreiben ständig begegnen, sind Kapitel aus Sammelbänden und offizielle Berichte von Unternehmen oder Organisationen.
Kapitel aus einem Sammelband: Hier zitierst du nicht das ganze Buch, sondern nur den einen Beitrag, den du wirklich gelesen hast. Das heißt, du nennst den Autor und den Titel des Kapitels und zusätzlich die Herausgeber und den Titel des Gesamtwerks.
- Im Literaturverzeichnis:
Schulz, T. (2021). Die Rolle der Medienkompetenz im digitalen Zeitalter. In M. Bauer & L. Keller (Hrsg.), Perspektiven der Kommunikationswissenschaft (S. 88–105). Springer.
- Im Literaturverzeichnis:
Unternehmens- oder Jahresberichte: Bei Berichten, die von Organisationen, Behörden oder Firmen stammen, tritt die Organisation selbst als Autor auf. Das ist ganz unkompliziert.
- Im Literaturverzeichnis:
Siemens AG. (2023). Geschäftsbericht 2023. https://www.siemens.com/investor/geschaeftsbericht2023.pdf
- Im Literaturverzeichnis:
So integrierst du Social Media und YouTube korrekt
Ja, selbst ein Tweet oder ein YouTube-Video können in bestimmten wissenschaftlichen Kontexten absolut relevante Quellen sein. Beim Zitieren geht es vor allem darum, die Kerninformationen (Wer, Wann, Was, Wo) so vollständig wie möglich zu erfassen.
| Quellentyp | Format im Literaturverzeichnis |
|---|---|
| YouTube-Video | Name des Kanals. (Jahr, Tag. Monat). Titel des Videos [Video]. YouTube. URL |
| Instagram-Post | Account-Name [@handle]. (Jahr, Tag. Monat). Anfang des Inhalts bis zu 20 Wörter kursiv [Art des Posts]. Instagram. URL |
| Tweet (X-Post) | Name, A. [@handle]. (Jahr, Tag. Monat). Vollständiger Inhalt des Tweets kursiv [Tweet]. X. URL |
Ein Praxisbeispiel für YouTube:
MaiLab. (2022, 15. März). Die Wahrheit über die Impfstoff-Entwicklung [Video]. YouTube. https://www.youtube.com/watch?v=xyz123
Genauso wichtig ist der korrekte Umgang mit Bildmaterial, denn hier spielen auch urheberrechtliche Fragen eine große Rolle. Mehr dazu findest du in unserem Beitrag zur Quellenangabe von Bildern und Grafiken.
Wenn du diese Regeln für Spezialfälle parat hast, kannst du sicher sein, dass deine Arbeit auch bei der Nutzung unkonventioneller Quellen den höchsten wissenschaftlichen Standards genügt.
Die 5 häufigsten Fehler im APA-Stil und wie du sie vermeidest
Auch bei größter Sorgfalt schleichen sich beim wissenschaftlichen Schreiben immer wieder Fehler ein, gerade beim Zitieren. Der APA-Stil ist da keine Ausnahme. Aus der Erfahrung mit unzähligen studentischen Arbeiten weiß ich, dass es ein paar klassische Stolpersteine gibt, die regelmäßig zu Punktabzug führen. Wenn du diese typischen Fehler kennst, kannst du sie gezielt umschiffen und die Qualität deiner Arbeit sichtbar verbessern.
Die Einhaltung der APA-7-Richtlinien ist an immer mehr deutschen Hochschulen Standard – seit 2020 wird dieser Stil an etwa 45 % der Hochschulen empfohlen, was rund 1,3 Millionen Studierende betrifft. Trotzdem stiegen die gemeldeten Plagiatsfälle im Jahr 2022 um 8 % auf 35.000. Oft sind es keine bösen Absichten, sondern schlicht unbeabsichtigte Zitierfehler, die dahinterstecken. Gerade die rund 522.000 nicht-muttersprachlichen Studierenden kämpfen oft damit; eine Erhebung zeigt, dass 65 % von ihnen Schwierigkeiten mit der korrekten Erstellung des Literaturverzeichnisses haben. Mehr zu diesen Erkenntnissen über das Zitieren in Deutschland findest du bei Statista.
1. Die Lücke zwischen Text und Literaturverzeichnis
Das ist mit Abstand der häufigste und zugleich schwerwiegendste Fehler. Das Prinzip ist einfach: Jede einzelne Quelle, die du im Text erwähnst (z. B. „Müller, 2022“), braucht einen exakt passenden, vollständigen Eintrag im Literaturverzeichnis. Und natürlich auch umgekehrt.
- Der Klassiker: Im Text steht ein Verweis, aber die Quelle fehlt hinten im Verzeichnis. Oder im Literaturverzeichnis steht ein Eintrag, der im Text nirgendwo auftaucht.
- Mein Tipp: Mach es dir zur Gewohnheit, direkt nach dem Einfügen eines Zitats sofort den Eintrag im Literaturverzeichnis anzulegen. Vor der Abgabe ist ein letzter, systematischer Abgleich Pflicht: Nimm dir einen Marker und hake jeden Textverweis gegen das Literaturverzeichnis ab.
2. Der falsche Umgang mit „et al.“
Die Abkürzung „et al.“ (lateinisch für „und andere“) ist praktisch, wird aber oft falsch eingesetzt. Dabei ist die Regel in APA 7 zum Glück ganz einfach: Sobald eine Quelle drei oder mehr Autor:innen hat, nennst du im Text von Anfang an nur die erste Person, gefolgt von „et al.“.
- Falsch: (Schmidt, Weber & Huber, 2021)
- Richtig: (Schmidt et al., 2021)
Aber Achtung: Im Literaturverzeichnis müssen hingegen bis zu 20 Autor:innen vollständig aufgelistet werden. Die „et al.“-Regel gilt wirklich nur für die Kurzverweise im Fließtext.
3. Falsche Kursivschrift und fehlende Punkte
Der Teufel steckt im Detail. Falsche Kursivsetzung oder ein Komma statt eines Punktes können einen ansonsten perfekten Eintrag zunichtemachen.
Im APA-Stil werden die Titel von eigenständigen Werken kursiv gesetzt. Das sind in der Regel Buchtitel und Zeitschriftentitel. Artikel- oder Kapiteltitel hingegen stehen in normaler Schrift.
Typische Fehlerquellen sind hier:
- Kommas statt Punkte: Die großen Blöcke eines Eintrags (Autor, Jahr, Titel, Quelle) werden immer durch einen Punkt getrennt.
- Kursiv am falschen Ort: Der Titel eines Zeitschriftenartikels wird kursiv gesetzt, obwohl es der Titel der Zeitschrift sein müsste.
Schauen wir uns das an einem Beispiel für einen Zeitschriftenartikel an:
- Falsch: Bauer, L. (2022), Der Einfluss von Medien auf die Meinungsbildung, Zeitschrift für Kommunikation, 34(1), S. 15-30.
- Richtig: Bauer, L. (2022). Der Einfluss von Medien auf die Meinungsbildung. Zeitschrift für Kommunikation, 34(1), 15–30.
4. Vergessene Seitenzahlen bei direkten Zitaten
Diese Regel ist absolut unumstößlich: Jedes Mal, wenn du ein wörtliches Zitat in Anführungszeichen setzt, muss die genaue Seitenzahl mit angegeben werden. Punkt. Bei Paraphrasen (also sinngemäßen Wiedergaben) ist das nicht zwingend, aber oft trotzdem hilfreich für die Lesenden.
- Falsch: Die Studie zeigt, dass „die Ergebnisse eindeutig sind“ (Keller, 2020).
- Richtig: Die Studie zeigt, dass „die Ergebnisse eindeutig sind“ (Keller, 2020, S. 112).
Fehlt die Seite, untergräbst du die wissenschaftliche Nachprüfbarkeit. Viele Betreuende werten das als klares Zeichen für Nachlässigkeit.
5. Unsicherheiten beim Sekundärzitat
Ein Sekundärzitat ist deine Notlösung, wenn du einen Autor zitierst, der selbst jemanden zitiert hat, und du an die Originalquelle partout nicht herankommst. Das sollte wirklich die absolute Ausnahme bleiben!
Die korrekte Form ist, die Originalquelle zu nennen und dann in der Klammer mit dem Zusatz „zitiert nach“ auf die Quelle zu verweisen, die du tatsächlich in der Hand hattest.
- So geht's: Laut der Studie von Wagner (1998, zitiert nach Fischer, 2019) ist...
- Wichtiger Hinweis: Ins Literaturverzeichnis kommt dann nur die Quelle, die du selbst gelesen hast – in diesem Fall also Fischer (2019). Die Originalquelle von Wagner (1998) hat dort nichts zu suchen.
Wenn du diese fünf Fehlerquellen gezielt im Blick behältst, sicherst du die formale Qualität deiner Arbeit und zeigst, dass du wissenschaftlich sorgfältig arbeiten kannst.
Deine Fragen zum Zitieren im APA-Stil – kurz und bündig beantwortet
Auch der beste Guide kann nicht jede Detailfrage klären, die im Schreibprozess auftaucht. Beim wissenschaftlichen Arbeiten steckt der Teufel oft im Detail, und plötzlich steht man vor einem Zitat-Rätsel. Hier haben wir die häufigsten Fragen gesammelt, die uns von Studierenden immer wieder gestellt werden, und liefern dir praxisnahe Antworten für dein apa style zitieren.
Was mache ich, wenn eine Quelle keinen Autor hat?
Wenn du einfach keinen Autor finden kannst, rückt der Titel der Veröffentlichung an dessen Stelle. Im Literaturverzeichnis startest du den Eintrag also direkt mit dem Titel. Für den Verweis im Text nimmst du die ersten paar Wörter des Titels und setzt sie in Anführungszeichen.
- So sieht’s im Text aus: Erste Studien zeigten vielversprechende Ansätze („Neue Wege in der Psychotherapie“, 2021).
- Und so im Literaturverzeichnis: Neue Wege in der Psychotherapie. (2021). Musterverlag.
Manchmal ist der Autor auch eine Organisation oder eine Behörde. Das ist oft bei offiziellen Berichten oder Webseiten der Fall. Dann tritt diese Institution, wie zum Beispiel das Robert Koch-Institut, an die Stelle der Person.
Muss ich wirklich jede einzelne Quelle angeben?
Die kurze und klare Antwort lautet: Ja, fast immer. Jeder Gedanke, jede Statistik und jede Information, die nicht von dir selbst stammt, braucht einen Beleg. Das gilt für wörtliche Zitate genauso wie für sinngemäße Wiedergaben (Paraphrasen).
Die einzige Ausnahme bildet sogenanntes allgemein bekanntes Wissen. Damit sind Fakten gemeint, die unumstritten sind und in jedem Standard-Nachschlagewerk stehen – zum Beispiel, dass Berlin die Hauptstadt von Deutschland ist. Im Zweifel gilt aber immer die goldene Regel: Lieber eine Quelle zu viel angeben als eine zu wenig.
Wie zitiere ich eine Quelle ohne Datum?
Gerade bei Online-Quellen fehlt oft das Veröffentlichungsdatum. Für diesen Fall gibt es die Abkürzung „o. D.“, was für „ohne Datum“ steht.
- Beispiel im Text: Schmidt (o. D.) argumentiert, dass...
- Beispiel im Literaturverzeichnis: Schmidt, A. (o. D.). Titel der Webseite. Abgerufen am 15. Oktober 2024, von https://...
Hier ist es besonders wichtig, das Abrufdatum anzugeben, denn Online-Inhalte können sich ja jederzeit ändern.
Tipp aus der Praxis: Quellen ohne Autor oder Datum solltest du immer mit einer gesunden Portion Skepsis betrachten. Oft sind das Warnsignale für mangelnde wissenschaftliche Verlässlichkeit. Bevor du eine solche Quelle nutzt, schau lieber, ob du nicht eine solidere Alternative findest.
Wie gehe ich mit KI-Tools wie ChatGPT um?
Die Nutzung von generativer KI ist in der Wissenschaft ein heißes Eisen – aber eines, an dem man kaum noch vorbeikommt. Wenn du Ideen oder Formulierungen von einer KI wie ChatGPT übernimmst, musst du das transparent machen, vorausgesetzt, deine Prüfungsordnung erlaubt es überhaupt. Die APA hat dafür inzwischen offizielle Richtlinien.
Dabei wird der Entwickler der KI (z. B. OpenAI) zum Autor und das Datum ist der Tag deiner Anfrage. Den Chatverlauf kannst du oft über einen teilbaren Link referenzieren.
- Beispiel für einen KI-Chat:
OpenAI. (2024, 20. Oktober). Zusammenfassung der kognitiven Dissonanztheorie [Antwort einer generativen KI]. ChatGPT. https://chat.openai.com/share/dein-eindeutiger-link
Ganz wichtig: Kläre die Nutzung von KI-Tools unbedingt vorab mit deiner Betreuungsperson ab. Nur so kannst du dich vor Plagiatsvorwürfen schützen. Transparenz ist hier das A und O.
Mit all diesen Regeln zu jonglieren, kann einen schnell an den Rand der Verzweiflung bringen, vor allem, wenn die Abgabe näher rückt. IntelliSchreiber kann dir diese Last abnehmen. Das Tool generiert nicht nur plagiatsfreie Texte, sondern erstellt automatisch ein perfektes Literaturverzeichnis und präzise In-Text-Zitate nach APA-7-Standard. So sparst du wertvolle Zeit und Nerven für das, was wirklich zählt: den Inhalt deiner Arbeit. Entdecke jetzt auf https://intellischreiber.de, wie einfach wissenschaftliches Schreiben sein kann.