Inhaltsverzeichnis word anlegen: Stressfrei und professionell in Word

Ein Inhaltsverzeichnis in Word zu erstellen, ist zum Glück kein Hexenwerk. Im Grunde weisen Sie Ihren Überschriften nur die passenden Formatvorlagen zu (also „Überschrift 1“, „Überschrift 2“ usw.). Danach fügen Sie über den Reiter „Referenzen“ mit einem Klick ein automatisches Verzeichnis ein, das sich von da an quasi von selbst pflegt.
Warum ein automatisches Inhaltsverzeichnis Zeit spart und Ihre Note rettet
Ein Inhaltsverzeichnis von Hand zu erstellen, ist eine der riskantesten Fallen, in die man bei wissenschaftlichen Arbeiten tappen kann. Mal ehrlich, wer kennt das nicht? Kurz vor Abgabeschluss fällt Ihnen noch eine wichtige Ergänzung ein, Sie fügen einen Absatz hinzu oder formulieren eine Überschrift um – und schon verschieben sich sämtliche Seitenzahlen. Ohne Automatisierung beginnt jetzt die pure Sisyphusarbeit, alles manuell abzugleichen. Unter Zeitdruck ist das eine garantierte Fehlerquelle.
Ein automatisches Verzeichnis nimmt Ihnen dieses Risiko komplett ab. Es ist viel mehr als nur eine nette Zeitersparnis; es ist das Aushängeschild für professionelles und sauberes Arbeiten. Statt kostbare Nerven und Zeit mit dem Abgleichen von Seitenzahlen zu verbrennen, können Sie sich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: den Inhalt Ihrer Arbeit.
Der entscheidende Vorteil für Ihre Hausarbeit
Diese Funktion richtig zu nutzen, ist der Schlüssel zu einer sauberen Gliederung. Das macht Ihr Dokument nicht nur für den Leser übersichtlicher, sondern beeinflusst auch direkt Ihre Bewertung. Lehrende und Prüfer sehen auf den ersten Blick, ob jemand sein Handwerk versteht.
Ein sauberes, fehlerfreies Inhaltsverzeichnis sendet ein klares Signal: Hier wurde sorgfältig und mit technischem Verständnis gearbeitet. Das sind zwei Aspekte, die in jede gute Note mit einfließen.
Viele Anleitungen im Netz zeigen Ihnen nur die rein technischen Klicks. Die strategische Bedeutung für den akademischen Erfolg – also warum das Ganze so wichtig ist – kommt dabei oft zu kurz.
Genau deshalb geht dieser Guide einen Schritt weiter. Sie lernen nicht nur, wie Sie die Funktion von Anfang an korrekt einsetzen, sondern auch, wie Sie die volle Kontrolle über das Aussehen behalten und typische Formatierungsfallen elegant umschiffen. In unserem weiterführenden Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre nächste Hausarbeit schreiben wie ein Profi und sich so die Bestnote sichern.
Das Fundament legen: Warum Formatvorlagen der Schlüssel sind
Ein Inhaltsverzeichnis, das sich quasi von selbst erstellt, ist kein Hexenwerk. Der Trick liegt nicht im letzten Klick, sondern in der Vorarbeit. Das A und O für ein sauberes, automatisches Verzeichnis ist eine konsequente Strukturierung Ihres Dokuments mit den Formatvorlagen von Word.
Vergessen Sie das manuelle Formatieren von Überschriften. Anstatt eine Zeile mühsam fett zu machen und die Schriftgröße anzupassen, weisen Sie ihr einfach den passenden Stil zu, zum Beispiel „Überschrift 1“ oder „Überschrift 2“. Das ist ein entscheidender Schritt, denn nur so weiß Word, welche Textpassagen in Ihr Verzeichnis gehören und welche nicht. Eine nur fett formatierte Zeile ist für das Programm einfach nur Text – keine Überschrift.
Der smarte Weg: Vorteile, die Sie sofort spüren
Wer einmal mit Formatvorlagen gearbeitet hat, will nie wieder zurück. Die Vorteile gehen weit über das Inhaltsverzeichnis in Word anlegen hinaus. Sie sorgen für ein absolut einheitliches und professionelles Layout im gesamten Dokument.
Stellen Sie sich vor, Sie entscheiden kurz vor der Abgabe, dass alle Kapitelüberschriften (Überschrift 1) doch besser in Dunkelblau aussehen. Mit Formatvorlagen ist das eine Sache von Sekunden: Sie ändern die Vorlage einmal, und Word passt jede einzelne Überschrift im Dokument automatisch an. Ohne Vorlagen? Da würden Sie manuell Dutzende, vielleicht sogar Hunderte Überschriften einzeln durchklicken. Ein Albtraum für die Nerven und eine garantierte Fehlerquelle.
Diese strukturierte Herangehensweise zahlt sich in drei Kernbereichen aus.

Wie die Grafik zeigt, führt dieser Weg direkt zu mehr Professionalität, spart massiv Zeit und sorgt für fehlerfreie Ergebnisse.
So setzen Sie Formatvorlagen richtig ein
Die Anwendung selbst ist kinderleicht. Markieren Sie einfach den Text Ihrer Überschrift. Im Reiter „Start“ finden Sie dann die Galerie mit den Formatvorlagen.
- Überschrift 1: Nutzen Sie diese für die oberste Ebene Ihrer Gliederung (z. B. 1. Einleitung, 2. Methodik).
- Überschrift 2: Perfekt für die erste Unterebene (z. B. 2.1 Datenerhebung).
- Überschrift 3: Für noch feinere Unterteilungen (z. B. 2.1.1 Auswahl der Stichprobe).
Diese Hierarchie bildet das Rückgrat Ihrer gesamten Arbeit. Falls Sie tiefer in die Planung einer sauberen Struktur einsteigen möchten, werfen Sie einen Blick auf unseren Leitfaden zur Gliederung für wissenschaftliche Arbeiten.
Ein Tipp aus der Praxis: Investieren Sie zu Beginn fünf Minuten, um die Standard-Formatvorlagen anzupassen. Ein Rechtsklick auf die Vorlage (z. B. „Überschrift 1“) und dann auf „Ändern“ öffnet alle Optionen. So stellen Sie von Anfang an sicher, dass Ihr Dokument exakt den formalen Vorgaben Ihrer Uni oder Ihres Unternehmens entspricht.
Wenn Sie diese Grundlage sauber legen, ist das Erstellen des eigentlichen Verzeichnisses am Ende nur noch ein einziger Klick. Jeder Text, der eine Überschriften-Formatvorlage hat, landet automatisch mit der korrekten Seitenzahl im Verzeichnis. Einfacher geht es nicht.
Das automatische Inhaltsverzeichnis mit wenigen Klicks einfügen
Wenn Sie Ihre Überschriften konsequent mit den richtigen Formatvorlagen versehen haben, ist die größte Hürde schon genommen. Das eigentliche Inhaltsverzeichnis in Word anlegen ist jetzt nur noch eine Sache von Sekunden. Der Ablauf ist bei den gängigen Versionen für Windows und Mac fast identisch und wirklich kinderleicht.
Als Allererstes platzieren Sie den Cursor genau dorthin, wo das Verzeichnis später stehen soll. Bei den meisten wissenschaftlichen Arbeiten ist das eine neue Seite, direkt nach dem Deckblatt und vor der Einleitung. Ein sauberer Seitenumbruch davor sorgt für eine klare Trennung und einen professionellen Look.

Man sieht hier sehr schön, wie unkompliziert der Vorgang ist: Ein Klick reicht, um eine der fertigen Vorlagen auszuwählen.
Die richtige Vorlage auswählen
Sobald der Cursor an der richtigen Stelle blinkt, wechseln Sie im Menüband auf die Registerkarte Referenzen. Ganz links finden Sie die Schaltfläche „Inhaltsverzeichnis“. Wenn Sie darauf klicken, öffnet sich ein Menü mit mehreren fertigen Layouts – meist „Automatische Tabelle 1“ und „Automatische Tabelle 2“.
Keine Sorge, die Unterschiede zwischen diesen Vorlagen sind rein optischer Natur. „Automatische Tabelle 1“ ist zum Beispiel mit „Inhalt“ überschrieben, während bei „Automatische Tabelle 2“ eben „Inhaltsverzeichnis“ steht. Wählen Sie einfach das Design, das Ihnen besser gefällt oder den Vorgaben Ihrer Uni entspricht. Das Aussehen können Sie später ohnehin noch bis ins letzte Detail anpassen.
Sobald Sie eine Vorlage auswählen, fügt Word das Verzeichnis sofort ein. Das Programm scannt Ihr gesamtes Dokument nach den Formatvorlagen („Überschrift 1“, „Überschrift 2“ usw.) und listet alles fein säuberlich mit den passenden Seitenzahlen auf. Dieser Moment ist oft eine echte Erleichterung, denn die nervige manuelle Arbeit entfällt komplett. Insbesondere, wenn Sie ein Inhaltsverzeichnis für eine wissenschaftliche Arbeit erstellen, ist dieser automatisierte Prozess Gold wert und verhindert viele Flüchtigkeitsfehler.
Kleiner Profi-Tipp zur Gliederungstiefe: Standardmäßig zeigen die automatischen Vorlagen meist nur die ersten drei Überschriftenebenen (also Überschrift 1 bis 3). Wenn Ihre Gliederung tiefer geht, ist das kein Problem. Diese Einstellung lässt sich später im Dialogfeld „Benutzerdefiniertes Inhaltsverzeichnis“ ganz einfach erweitern.
Der Prozess auf einen Blick
Zusammengefasst bringen Sie diese drei schnellen Schritte ans Ziel:
- Cursor positionieren: Klicken Sie an den Anfang der Seite, auf der das Verzeichnis stehen soll (meist Seite 2 oder 3).
- Menü öffnen: Gehen Sie im Word-Menüband zur Registerkarte Referenzen.
- Verzeichnis einfügen: Klicken Sie auf „Inhaltsverzeichnis“ und wählen Sie eine der „Automatischen Tabellen“.
Und das war's schon! Word generiert sofort eine komplette Übersicht Ihrer Kapitel und Unterkapitel.
Der entscheidende Vorteil dieser Methode ist ihre Dynamik. Sie erstellen keine statische Liste, sondern ein intelligentes Feld, das mit Ihrem Dokument verknüpft bleibt. Diese Verknüpfung ist das Herzstück der Automatisierung und macht jede manuelle Pflege überflüssig. Für Studierende bedeutet das: weniger Stress und mehr Sicherheit, gerade kurz vor der Abgabe. Wenn sich Seitenzahlen verschieben oder Sie eine Überschrift umbenennen, müssen Sie das Verzeichnis nur noch aktualisieren – wie das geht, zeige ich Ihnen im nächsten Abschnitt.
Das Inhaltsverzeichnis nach Ihren Wünschen anpassen
Die Standard-Inhaltsverzeichnisse von Word sind praktisch, aber für eine wissenschaftliche Arbeit oder einen Geschäftsbericht oft nicht ausreichend. Jede Uni, manchmal sogar jeder Lehrstuhl, hat ganz eigene Vorstellungen davon, wie die Formatierung auszusehen hat. Aber keine Sorge, Sie sind dem Standard nicht ausgeliefert. Sie können jedes Detail Ihres automatisch erstellten Verzeichnisses anpassen, ohne die geniale Aktualisierungsfunktion zu verlieren.
Der Trick dabei ist, niemals direkt im Inhaltsverzeichnis selbst herumzuformatieren. Wenn Sie dort einen Eintrag markieren und die Schriftart ändern, ist diese Mühe beim nächsten Klick auf „Aktualisieren“ umsonst – Word überschreibt Ihre manuelle Arbeit sofort. Der professionelle Weg führt über die etwas versteckten, aber extrem mächtigen Formatvorlagen, die Word extra für das Verzeichnis anlegt: „Verzeichnis 1“, „Verzeichnis 2“ usw.

Diese Vorlagen sind quasi die DNA Ihres Inhaltsverzeichnisses. Jede Änderung hier wirkt sich sofort und dauerhaft auf die entsprechende Gliederungsebene aus.
Die verborgenen Formatvorlagen für das Verzeichnis finden und bearbeiten
Um die Optik dauerhaft anzupassen, müssen wir also diese speziellen Vorlagen bearbeiten. Standardmäßig blendet Word sie aus, aber mit einem kleinen Kniff holen Sie sie ans Licht.
- Öffnen Sie den Bereich „Formatvorlagen“. Am schnellsten geht das mit der Tastenkombination Strg + Alt + Umschalt + S (für Windows) oder Cmd + Option + Umschalt + S (auf dem Mac).
- In dem neuen Fenster klicken Sie ganz unten auf „Optionen…“.
- Im Menü „Anzuzeigende Formatvorlagen“ stellen Sie von „Empfohlen“ auf „Alle Formatvorlagen“ um. Bestätigen Sie mit „OK“.
Jetzt tauchen in Ihrer Liste auch die Einträge „Verzeichnis 1“, „Verzeichnis 2“ und die weiteren auf. Mit einem Rechtsklick auf die gewünschte Vorlage (z. B. „Verzeichnis 1“ für Ihre Hauptkapitel) und einem Klick auf „Ändern…“ öffnet sich das Dialogfeld, in dem Sie die volle Kontrolle haben.
Hier können Sie alles anpassen: Schriftart, Größe, Farbe, Zeilenabstand oder Einzüge. Verlangt Ihre Uni beispielsweise, dass die erste Gliederungsebene fett gedruckt sein muss? Dann ändern Sie das genau hier in der Vorlage „Verzeichnis 1“.
Diese Tabelle zeigt die häufigsten Anpassungswünsche und wo Sie die entsprechende Einstellung in Word finden, um Ihr Inhaltsverzeichnis schnell zu personalisieren.
Anpassungsoptionen für Ihr Inhaltsverzeichnis im Überblick
| Anpassungsziel | Wo zu finden | Praktischer Tipp für Studierende |
|---|---|---|
| Schriftart, -größe, -farbe | Im Dialog „Formatvorlage ändern“ (Rechtsklick auf „Verzeichnis X“ > Ändern) | Stellen Sie sicher, dass hier dieselbe Schriftart wie im Fließtext verwendet wird (meist Times New Roman oder Arial), es sei denn, die Richtlinien sagen etwas anderes. |
| Zeilenabstand | Im Dialog „Formatvorlage ändern“ > Format > Absatz > Abstand |
Ein 1,5-zeiliger Abstand ist in wissenschaftlichen Arbeiten üblich. Prüfen Sie, ob der Abstand vor/nach dem Absatz auf 0 Pt. steht, um unschöne Lücken zu vermeiden. |
| Einzug für Unterebenen | Im Dialog „Formatvorlage ändern“ > Format > Absatz > Einzug |
Passen Sie den linken Einzug für „Verzeichnis 2“, „Verzeichnis 3“ etc. an, um eine klare visuelle Hierarchie zu schaffen. 0,5 cm pro Ebene ist ein guter Startwert. |
| Füllzeichen (Punkte) | Referenzen > Inhaltsverzeichnis > Benutzerdefiniertes Inhaltsverzeichnis… |
Manche Richtlinien verbieten die Punkte zwischen Überschrift und Seitenzahl. Hier können Sie sie auf „(ohne)“ umstellen oder eine andere Art von Linie wählen. |
| Angezeigte Ebenen | Referenzen > Inhaltsverzeichnis > Benutzerdefiniertes Inhaltsverzeichnis… |
Wenn Ihr Verzeichnis zu lang wird, begrenzen Sie die Anzeige auf die ersten 2 oder 3 Ebenen. Das schafft Übersichtlichkeit. |
Durch das gezielte Anpassen der Vorlagen und der globalen Verzeichniseinstellungen stellen Sie sicher, dass Ihr Inhaltsverzeichnis auch nach der fünfzigsten Aktualisierung noch exakt den Vorgaben entspricht.
Füllzeichen und Gliederungstiefe steuern
Zwei weitere wichtige Details, die oft angepasst werden müssen, sind die Füllzeichen – also die Pünktchen zwischen Überschrift und Seitenzahl – und wie viele Ebenen Ihrer Gliederung überhaupt im Verzeichnis erscheinen sollen.
Beide Einstellungen finden Sie gesammelt im Dialogfeld für ein benutzerdefiniertes Inhaltsverzeichnis.
- Der Weg dorthin: Gehen Sie im Menüband auf
Referenzen > Inhaltsverzeichnis > Benutzerdefiniertes Inhaltsverzeichnis…. - Füllzeichen anpassen: Im neuen Fenster sehen Sie das Drop-down-Menü „Füllzeichen“. Hier können Sie zwischen Punkten, Strichen oder „(ohne)“ wählen, falls keine Linie gewünscht ist.
- Gliederungstiefe festlegen: Direkt darunter stellen Sie bei „Ebenen anzeigen“ ein, wie tief Ihre Struktur abgebildet werden soll. Für die meisten Arbeiten reicht es, die Ebenen 1 bis 3 anzuzeigen, um das Verzeichnis nicht zu überladen.
Ein Tipp aus der Praxis: Viele Richtlinien fordern, dass Hauptkapitel (Ebene 1) optisch klar von den Unterkapiteln abgesetzt sind. Das erreichen Sie am besten, indem Sie in der Formatvorlage „Verzeichnis 1“ einen größeren Abstand nach dem Absatz definieren. Gehen Sie dazu in den Änderungsdialog der Vorlage, klicken Sie auf
Format > Absatzund setzen Sie den „Abstand Nach“ auf einen Wert wie 6 Pt. oder 8 Pt. Das erzeugt eine saubere, professionelle Gliederung.
Wenn Sie sich einmal die Mühe machen, diese Vorlagen richtig einzurichten, haben Sie für den Rest Ihrer Arbeit Ruhe. Sie behalten die volle Kontrolle über das Design, ohne auf den unschätzbaren Komfort eines automatisch aktualisierten Inhaltsverzeichnisses verzichten zu müssen.
Inhaltsverzeichnis aktualisieren und typische Probleme beheben
Ein Inhaltsverzeichnis in Word ist zum Glück kein starres Gebilde. Stellen Sie es sich eher wie ein dynamisches Feld vor, das mit Ihrem Dokument mitwächst. Jedes Mal, wenn Sie eine Überschrift umbenennen, ein Kapitel umsortieren oder neuen Text einfügen, der alles verschiebt, muss das Verzeichnis diese Änderungen natürlich mitbekommen. Das ist zum Glück mit ein paar Klicks erledigt.
Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste irgendwo in Ihr Inhaltsverzeichnis. Im kleinen Menü, das aufpoppt, finden Sie die Option „Felder aktualisieren“. Danach stellt Word Ihnen eine entscheidende Frage.
Nur Seitenzahlen oder das komplette Verzeichnis?
Word gibt Ihnen zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Welche die richtige ist, hängt ganz davon ab, was Sie an Ihrem Dokument geändert haben.
Nur Seitenzahlen aktualisieren: Das ist die schnelle Variante für den Alltag. Wenn Sie nur Text ergänzt oder gelöscht haben, vielleicht ein Bild eingefügt haben, das einen Seitenumbruch verursacht, dann reicht das völlig aus. Die Seitenzahlen werden blitzschnell neu berechnet, und eventuelle manuelle Formatierungen im Verzeichnis bleiben erhalten (was man aber ohnehin vermeiden sollte).
Gesamtes Verzeichnis aktualisieren: Diese Option müssen Sie immer dann wählen, wenn Sie die Gliederung Ihrer Arbeit angefasst haben – also Überschriften umbenannt, neue hinzugefügt oder ganze Kapitel gelöscht haben. Word durchkämmt dann das gesamte Dokument neu und baut das Verzeichnis von Grund auf neu auf. Wichtig: Alle manuellen Änderungen, die Sie direkt am Text des Verzeichnisses vorgenommen haben, gehen hierbei verloren. Das ist ein weiterer guter Grund, warum man Anpassungen immer über die „Verzeichnis 1“, „Verzeichnis 2“ etc. Formatvorlagen machen sollte.
Ein Tipp aus der Praxis: Machen Sie es sich zur Gewohnheit, vor jeder finalen Abgabe oder dem Druck ein letztes Mal das gesamte Verzeichnis zu aktualisieren. So können Sie sicher sein, dass wirklich alle Überschriften und Seitenzahlen auf dem absolut letzten Stand sind und sich keine peinlichen Fehler eingeschlichen haben.
Was tun, wenn eine Überschrift im Verzeichnis fehlt?
Das ist der Klassiker unter den Problemen: Eine Überschrift will einfach nicht im Inhaltsverzeichnis auftauchen, egal wie oft Sie es aktualisieren. Die Ursache ist fast immer dieselbe: Dem Text wurde nicht die richtige Formatvorlage zugewiesen. Viele machen eine Überschrift einfach nur manuell fett und größer, statt ihr sauber den Stil „Überschrift 1“ oder „Überschrift 2“ zuzuweisen.
Die Lösung ist zum Glück ganz einfach. Gehen Sie zur fehlenden Überschrift im Text, markieren Sie die Zeile und klicken Sie im „Start“-Menüband auf die passende Formatvorlage. Aktualisieren Sie danach das gesamte Verzeichnis, und der Eintrag sollte magisch erscheinen. Solche kleinen Strukturfehler sind übrigens eine der häufigsten Fehlerquellen in Word, wie auch viele Video-Tutorials zu Word-Problemen zeigen.
Sollte das ausnahmsweise nicht helfen, werfen Sie einen Blick in die erweiterten Einstellungen der Formatvorlage selbst. In seltenen Fällen kann es sein, dass dort eine Gliederungsebene falsch eingestellt ist und der Stil deshalb vom Inhaltsverzeichnis ignoriert wird.
Typische Fragen und schnelle Lösungen aus der Praxis
Wer an einer wissenschaftlichen Arbeit sitzt, merkt schnell: Ein Inhaltsverzeichnis ist mehr als nur eine Liste von Überschriften. Spätestens hier tauchen oft spezielle Fragen auf, die über das reine Einfügen hinausgehen. Hier habe ich die häufigsten Herausforderungen gesammelt und gebe Ihnen praxiserprobte Antworten.
Wie mische ich römische und arabische Seitenzahlen?
Ein Klassiker in jeder Abschlussarbeit: Die Verzeichnisse sollen römische Ziffern bekommen, der Haupttext arabische Zahlen, und das Deckblatt am besten gar keine Seitenzahl. Das klingt kompliziert, ist aber mit einem kleinen Trick in Word schnell erledigt.
Das Zauberwort heißt Abschnittsumbruch. Damit teilen Sie Ihr Dokument in unabhängige Bereiche, die Sie getrennt formatieren können.
- Erster Schnitt nach dem Deckblatt: Platzieren Sie den Cursor am Ende Ihres Deckblatts. Gehen Sie dann im Menü zu
Layout > Umbrücheund wählen Sie „Abschnittsumbruch (Nächste Seite)“. - Zweiter Schnitt vor der Einleitung: Machen Sie das Gleiche nach Ihrem letzten Verzeichnis (also z. B. nach dem Inhaltsverzeichnis oder Abbildungsverzeichnis) und vor dem Start des eigentlichen Textes.
- Seitenzahlen anpassen: Jetzt haben Sie drei Abschnitte. Klicken Sie in die Fußzeile jedes Abschnitts und deaktivieren Sie in der Kopf- und Fußzeilenleiste die Option „Mit vorheriger verknüpfen“. Danach können Sie für jeden Abschnitt über
Einfügen > Seitenzahl > Seitenzahlen formatierenein eigenes Format und einen eigenen Startwert festlegen.
So können Sie im ersten Abschnitt die Nummerierung einfach löschen, im zweiten mit der römischen I starten und im dritten Abschnitt wieder bei der arabischen 1 beginnen lassen.
Kann ich das Inhaltsverzeichnis von Hand ändern?
Theoretisch ja, Sie können einfach in das Verzeichnis klicken und losschreiben. Aber ich kann Ihnen aus Erfahrung sagen: Tun Sie es nicht! Es ist eine Falle.
Sobald Sie das nächste Mal das Verzeichnis aktualisieren (und das müssen Sie!), werden all Ihre manuellen Änderungen einfach überschrieben. Word holt sich die Infos ja direkt aus den Überschriften im Text.
Merken Sie sich: Korrekturen gehören immer an die Quelle. Ändern Sie die Überschrift direkt im Fließtext und aktualisieren Sie anschließend das gesamte Verzeichnis. Nur so bleiben Ihre Anpassungen dauerhaft erhalten.
Wie erstelle ich ein separates Abbildungs- oder Tabellenverzeichnis?
Ein separates Verzeichnis für Abbildungen oder Tabellen funktioniert fast genauso wie das Inhaltsverzeichnis. Der einzige Unterschied ist, dass es nicht auf Überschriften-Formatvorlagen basiert, sondern auf Beschriftungen.
- Schritt 1: Objekte beschriften: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Abbildung oder Tabelle und wählen Sie „Beschriftung einfügen…“. Achten Sie darauf, die richtige Kategorie (z. B. „Abbildung“ oder „Tabelle“) auszuwählen. Das machen Sie für jedes Objekt.
- Schritt 2: Verzeichnis einfügen: Gehen Sie im Menü zu
Referenzen > Abbildungsverzeichnis einfügen. Dort öffnet sich ein Fenster, in dem Sie auswählen können, für welche Beschriftungskategorie (also „Abbildung“ oder „Tabelle“) das Verzeichnis erstellt werden soll.
Word listet dann automatisch alle beschrifteten Objekte mit der richtigen Seitenzahl auf – und hält auch dieses Verzeichnis auf Knopfdruck aktuell.
Warum taucht eine Überschrift nicht im Verzeichnis auf?
Das ist ein frustrierendes, aber meist schnell gelöstes Problem. Wenn eine Überschrift trotz korrekter Formatvorlage partout nicht im Verzeichnis erscheinen will, liegt es oft an einer versteckten Kleinigkeit. Manchmal ist die Gliederungsebene in den Tiefen der Formatvorlagendefinition falsch eingestellt oder ein unsichtbarer Absatzumbruch im Text stört die Erkennung.
Aus der Praxis weiß ich, dass die richtige Nutzung dieser Automatismen oft den Unterschied zwischen einem sauberen, professionellen Dokument und stundenlanger Fehlersuche ausmacht. Mehr Tipps, wie ein Inhaltsverzeichnis in Word professionell erstellt wird, finden Sie auch in weiterführenden Anleitungen.
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